Michael Strauß

vierundzwanzigfünf

Für diese Ausstellung anlässlich des 30sten Jahres seiner künstlerischen Tätigkeit, entschloss sich Michael Strauß Mitte Dezember 2016, in den kommenden Fünf Monaten bis zum Ausstellungsaufbau ein bildnerisches Tagebuch zu führen. Jeden Tag entstand dabei eine neue Arbeit. Entsprechend einer Technik des Barock, die auch in Dioramen naturkundlicher Museen Anwendung findet, sind zahlreiche reliefartige Szenen zu sehen, deren plastisch modellierte Formen mit einer Hintergrundfläche verbunden sind, auf der sie dann maler-isch und zeichnerisch fortgeführt werden.

Jeweils zum 24. des kommenden Monats nahme er sich eine weitere Änderung entweder technischer oder inhaltlicher Natur vor. Auf diese Weise wird das fertige Tagebuch mit ca. 150 Einträgen in fünf Abschnitte gegliedert sein, daher kommt der Titel vierunzwanzigfünf. Dabei bleibt jeder Eintrag eine eigenständige Arbeit. Die kleinsten Einträge sind nur wenige cm, die größten bis maximal 1,5m x 2m groß.

In seine bildnerischen Tagebucheinträge bezieht Michael Strauß sowohl persönliche Beobachtungen, Nachrichten öffentliche-rechtlicher Medien und Spielfilmszenen, als auch über „social media“ gepostete Bild- und Filmbeiträge unbekannter bzw. zweifelhafter Herkunft ein, die er bildnerisch verändert. Auf diese Weise stellt er in seinem bildnerischen Tagebuch einen Bezug zum Phänomen der „fake news“ her.

In der Zeit vom 31.07. - 16.08.2017 nur auf Anfrage.

atelier D
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