Clemens von Wedemeyer: P.O.V.

Eine Untersuchung von privatem Filmmaterial (1938-1942) eines Offiziers der Wehrmacht

Rittmeister Freiherr Harald von Vietinghoff-Riesch, Kommandant des Stabsquartiers im IV. Armeekorps, filmte in den Jahren 1938 bis 1941 hinter der Front in Frankreich, Belgien, Polen und der Sowjetunion. Die 16 mm-Aufnahmen entstanden nicht im Auftrag einer Propagandakompanieabteilung, ebensowenig war Viettinghoff-Riesch "embedded journalist" wie man heute sagen würde. Es handelt sich vielmehr um privates Filmmaterial, bestimmt für die Vorführung im Familienkreis. Gerade deswegen konnte es nur mit Erlaubnis seiner Vorgesetzten angefertigt werden. Das Vertrauen in den regime-konformen Blick war dabei vorausgesetzt.

Der Begriff Point of View bezeichnet im Film die subjektive Einstellung der Kamera, die das Geschehen aus Sicht eines Protagonisten zeigt. Gleichzeitig bedeutet er aber auch so viel wie Standpunkt oder Haltung. Hier scheint beides in eins zu fallen, die Einstellung ist die Einstellung (Gertrud Koch).

Eiko Grimberg zeigt und erläutert Filme aus dem Ausstellungsprojekt P.O.V. von Clemens von Wedemeyer.

Bielefelder Kunstverein im Waldhof
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