©Ronald Sommer

Forum für Kreativität und Kommunikation

»Lampedusa«

Das Mittelmeer ist die Wiege der Identität Europas – Ausgangspunkt unserer jahrtausendealten Kultur. Knapp eine Million Menschen flohen im vergangenen Jahr über das Mittelmeer nach Europa. 3.600 sind dabei ertrunken. Wie viele werden es dieses Jahr sein? Wie viele müssen es noch werden?
Stefano war Fischer. Heute fischt er im Auftrag der Regierung Überlebende und Leichen aus dem Wasser vor seiner Insel. Denise treibt in einer europäischen Großstadt für eine Wucherkreditfirma Schulden ein. Beide haben nichts gemeinsam, und doch verbindet sie etwas: Wer die Arbeit verliert und mit den Raten in den Rückstand gerät, wer den Halt verliert und über die Reling rutscht, wird ihr Kunde.
Der junge Autor Anders Lustgarten hat mit »Lampedusa« ein starkes, wütendes, bitteres und doch hoffnungsvolles Stück über die vielleicht wichtigste Herausforderung unserer Zeit geschrieben. Dabei geht es in Lustgartens Stück nicht um politische Strategien zur Bewältigung der Flüchtlingskrise, sondern um Menschen, die von nichts mehr träumen als einem sicheren Leben.
Begleitet wird das Stück von dem Musiker Reinhold Westerheide.


Inszenierung: Hans-Peter Krüger
Ensemble: Sandra Schmitz, Martin Neumann


Gefördert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW, die Stiftung der Sparkasse Bielefeld und das Kulturamt Bielefeld

Astoria Theater
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