Literaturtage 2018: "Entwirf bei Wein, exekutiere bei Kaffee"

Gert Loschütz liest aus seinem Werk „Ein schönes Paar“

Moderation: Angelika Teller


Es geht in dem Roman, der bisweilen autobiographisch anmutet, um die Geschichte des schönen Paares Herta und Georg, erzählt aus der Perspektive des Sohnes Philipp. Er nennt seine Eltern beim Vornamen und zeichnet ihre Biographien, Begegnungen und Handlungen nach. Die beiden lernen sich in einer Kleinstadt im Brandenburgischen vor dem II. Weltkrieg kennen. Sie ist eine Schönheit und träumt sich fort aus der Enge. Er ist groß, schlaksig und Soldat. Als der Krieg vorbei ist, bleiben sie dort. Georg hat eine Stellung in einem nahegelegenen Betrieb, muss aber überstürzt in den Westen fliehen, da sein Kontakt zum bundesdeutschen Verteidigungsministerium entdeckt wird. Die Mutter, mit einer teuren Ostkamera im Gepäck, und der Sohn folgen in die Schieferstadt Tautenburg. Der Neubeginn ist nicht einfach und die Kamera, als Wertanlage gekauft, lässt sich nicht veräußern. Daraus entsteht eine Katastrophe für das Paar und das Kind. Sie trennen sich und die Mutter verschwindet. Philipp wächst bei dem Vater auf. Beharrlich leuchtet Gert Loschütz diese Liebesgeschichte aus, beschreibt dabei detailreich Episoden aus dem gemeinsamen Leben und erzählt dennoch sensibel und diskret. „Die Geschichte des schönen Paares ist eine Geschichte vom Verlust der Vorstellung eines möglichen Gelingens.“ (Marion Victor, Faust-Kultur).

Gert Loschütz hat Gedichte, Theaterstücke, Drehbücher und Romane geschrieben. Er erhielt dafür zahlreiche Preise und Stipendien.

Musikalische Begleitung: Valetin Katter Trompete / Flügelhorn Nils Rabente Flügel

Die Lesung findet auf der Literaturbühne im Erdgeschoß der Stadtbibliothek am Neumarkt statt.
Einlass: 18.30 Uhr

Stadtbibliothek
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