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»Juwelen – Sensation im Diamantenclub«

Juwelen ist ein früher Beleg für die visuelle Faszination des dunklen Wiens. Unter dem schlagkräftigen Titel »Sensation im Diamantenclub« kam der Reißer 1930 als einer der letzten Stummfilme in die Kinos. Das Drehbuch orientierte sich an Motiven aus E. T. A. Hoffmanns Erzählung Das »Fräulein von Scuderi« (1819), die als erste Kriminalgeschichte in deutscher Sprache gilt.
Hans Brückners Kriminalfilm bedient sich der literarischen Vorlage jedoch nur vage, zugunsten einer mysteriösen Kriminalgeschichte nach internationalem Vorbild, wobei das Masken- und Verkleidungs-Szenario im Juwelier-Milieu stellenweise an Louis Feuillades ›Fantômas‹ erinnert.
Im Film »Juwelen – Sensation im Diamantenclub« ist krankhafter Wahn ein Wesenszug des Mörders. E. T. A. Hoffmanns frühe Erfindung einer Miss Marple-ähnlichen Detektivin, nämlich des über 70-jährigen Fräuleins von Scuderi, ist im Film durch einen jungen Zeitungsredakteur ersetzt. Er wird im Verlauf der Handlung mehrfach die bedrängte Dame seines Herzens nach bewährter Dramaturgie nicht nur retten, sondern letztlich auch heiraten.


Regie: Hans Brückner
Mit Oscar Beregi, Manja Sorell, Alexander Critico, Renate Tyroff
Begleitung: Duo WeberWendt

Lichtwerk
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