Wüstenblume muss nicht sein !

Lesung zum internationalen Tag gegen weibliche Genitalverstümmelung

Beschneidung bei Frauen ist leider noch immer ein Thema. Weltweit sind über 200 Millionen Mädchen und Frauen beschnitten, 3 Millionen sind jährlich gefährdet, Opfer dieses grausamen Rituals zu werden. Die Frauen leiden lebenslang an körperlichen und seelischen Schmerzen. Durch Migration ist das Problem inzwischen auch in Deutschland angekommen.
Der 6.Februar eines jeden Jahres ist der "internationale Tag gegen weibliche Genitalverstümmelung".
Aus diesem Anlass findet in der Bürgerwache Bielefeld vom Verein LebKom e.V. ("Lebendige Kommunikation mit Frauen in deren Kulturen") im Rahmen einer bundesweiten Vorlesaktion eine Infoveranstaltung / Lesung statt. Der kleine Verein LebKom engagiert sich seit 2002 in West-Kenia in der Region "Mosocho" gegen die alte Tradition der Beschneidung und hat bereits über 30.000 Mädchen vor dieser gausamen Praktik bewahrt. Was die Arbeit des Vereins so erfolgreich macht, ist der sogenannte "Wert-Zentrierte Ansatz": Durch das im Schneeballsystem verbreitete "neue Wissen" geht nicht nur die Beschneidungsrate deutlich zurück; der Ansatz beinhaltet ebenso die Gleichstellung und Gleichbehandlung von Mann und Frau und führt daher u.a. auch zu weniger häuslicher Gewalt. Denn wichtig ist v.a., auch die Männer "mit im Boot" zu haben! Aktuell haben erfreulicherweise zahlreiche Nachbarregionen rund um das Projektgebiet "Mosocho" angefragt, das "Neue Wissen" auch in ihre Region zu bringen.
„Das "neue Wissen" hat Frieden in unsere Familien gebracht", so äußerte sich ein betroffener Kenianer.
2018 hat Carola Poly, eine der Organisatorinnen des Abends, im Rahmen des Mitreise-Projektes "As Friends to Kenya" die Projektregion besucht und kann von ihren Eindrücken berichten.

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