TransitTage

Ein Anna-Seghers-Projekt // Swen Lasse Awe

Im Juni 1940 flieht Anna Seghers aus Paris, erst ein Jahr später kommt sie in Mexiko an. Während in Deutschland ihre Bücher verbrannt werden, durchlebt die verfolgte Antifaschistin eine Odyssee aus Visaanträgen, Schiffpassagen und Internierungslagern, um Europa zu verlassen. Zwischen Fortmüssen und Ankommen liegen unzählige Geschichten, hunderte Briefe und ein Roman: Transit. Inmitten der eigenen verzweifelten Suche nach einer Zuflucht schreibt sie über die vielen Heimatlosen, die niemand aufnehmen möchte. In Mexiko findet die Autorin schließlich ein gutes Zuhause, wenngleich auch keine neue Heimat. Es zieht sie zurück nach Europa, zurück nach Deutschland. Doch das Europa, in dem sie aufgewachsen ist, liegt längst in Trümmern.

Permanent zwischen den Welten hängen. Nirgendwo ankommen. Nie ganz dazugehören. Das sind die bestimmenden Themen in Anna Seghers‘ Leben und Werk. Aus ihren Texten und Erzählungen entsteht ein eindrückliches Bild der Erfahrung von Flucht und Emigration. Ein Abend über ein Leben auf der Durchreise und all die Gestrandeten, denen Anna Seghers eine bleibende Stimme verliehen hat.

TAM drei
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