4. Symphoniekonzert (1/2)

Beethoven in zwanzig Tagen

?uro Živkovi?
Auftragswerk (Uraufführung)

Ludwig van Beethoven
Symphonie Nr. 2 D-Dur op. 36
Symphonie Nr. 7 A-Dur op. 92

 

»Wer sich dem Symphoniker Beethoven nähert, hat es mit Superlativen der Menschheitsgeschichte zu tun. Seine Dritte, Fünfte und Neunte Symphonie nehmen vorderste Plätze nicht nur im musikalischen Repertoire, sondern im abendländischen Kulturverständnis überhaupt ein. In dieser Hinsicht lässt Beethoven postum jeden anderen Symphoniker hinter sich zurück - einschließlich Mozart«, schreibt Konrad Küster im 2009 erschienenen Beethoven- Handbuch. Die Bielefelder Philharmoniker nehmen Beethovens 250. Geburtstag zum höchst willkommenen Anlass, einerseits seine neun Symphonien als Zyklus aufzuführen, andererseits eine Ahnung seines Nachwirkens zu vermitteln und drei zeitgenössische Kompositionen jenen gegenüberzustellen. Hierfür brechen wir sogar unsere Symphoniekonzertreihe auf: Statt des üblichen Doppelkonzerts am Freitagabend und Sonntagvormittag wird es hier in den vier aufeinanderfolgenden Konzerten des vierten und fünften Symphoniekonzerts vier unterschiedliche Programme geben. Als Sonderkonzert schließt die Neunte das Ereignis »Beethoven in zwanzig Tagen« ab. Nach einem Gesprächsauftakt - Beethoven im Dialog - begegnen Beethovens zweite Symphonie, die noch stark seinen Vorbildern Mozart und Haydn verpflichtet ist, sowie die tänzerisch-fröhliche Siebte (ihre Grundtonarten D-Dur und A-Dur harmonieren aufs Schönste miteinander) einer an Beethoven orientierten Uraufführung des serbisch-schwedischen Komponisten ?uro Živkovi?. Der 1975 geborene Grawemeyer-Award-Preisträger bezog starke Impulse aus byzantinischer Musik und Folklore; im Übrigen ist ihm durchaus daran gelegen, ein breites Publikum emotional zu erreichen. Ähnlich wie Bach, Bruckner, Messiaen oder Takemitsu sind ihm sein Glauben und Mystizismus wichtige Inspirationsquellen. Im Sonntagskonzert stehen sich dann die bewegt-idyllische Vierte - Schumann nannte sie die »romantischste« aller Beethoven-Symphonien - und die schicksalhaft- düstere Fünfte mit dem lichtdurchfluteten Finale gegenüber, die den symphonischen »Absolutheitsanspruch« der Dritten weitertreibt.

Rudolf-Oetker-Halle
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