1. Kammerkonzert

Evgeni Koroliov

Jean Philippe Rameau (1683-1764)
Gavotte und sechs Variationen a-Moll

Georg Friedrich Händel (1685-1759)
Air mit fünf Variationen und Presto aus der Suite d-Moll HWV 428

Domenico Scarlatti (1685-1757)
Sechs Sonaten

Johann Sebastian Bach (1685-1750)
Partita Nr. 1 B-Dur BWV 825
Partita Nr. 2 c-Moll BWV 826

Europa im Jahr 1685. In Halle an der Saale erblickt im Februar Georg Friedrich Händel das Licht der Welt. Im thüringischen Eisenach wird im März Johann Sebastian Bach geboren und im Oktober kommt in Neapel Domenico Scarlatti zur Welt. Dessen Lebensstationen, die ihn an den portugiesischen und spanischen Königshof führen sollten, bringen ihn zuvor in Rom mit dem ebenfalls noch jugendlichen Händel zusammen, bevor der nach London übersiedelt und das englische Musikleben mit überaus starken Impulsen bereichert. In Dijon ist der kleine Jean-Philippe Rameau, Sohn des Organisten an der Kathedrale, bereits zwei Jahre alt - sein Wirkungskreis sollte sich zwar auf Frankreich beschränken, ihn aber schlussendlich am Hofe Ludwigs XV. zu höchsten Ehren führen. Scarlattis nicht weniger als 555 Cembalo-Sonaten setzten neue Maßstäbe und beeinflussten u. a. Johann Sebastian Bach, der eine Art Urvater der E-Musik im deutschen Sprachraum werden sollte. Der russische Ausnahmepianist Evgeni Koroliov, der in Hamburg lebt, widmet sich im ersten Kammerkonzert diesen vier Komponisten, von denen jeder auf seine Art Maßstäbe setzte und reichhaltige Œuvres hinterließ, welche die europäische Musikgeschichte nachhaltig prägten.

Rudolf-Oetker-Halle
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