Der Mäusesheriff von Janosch

- Gastspiel "Theater Impulse"

JIPPI Mein Blick wanderte weiter über die Wände … und da hängt da plötzlich —
MÄUSEVATER Plötzlich? Wie kann denn da plötzlich was hängen? Entweder es hing die ganze Zeit dort oder es hat dort nie gehangen. Außer es war eine Spinne, die sich sehr schnell abgeseilt hat —
JIPPI Ruhe! Es hängt dort so plötzlich wie nur was — ein Speckbrief!
MÄUSEVATER Steckbrief! Das heißt doch Steckbrief! Mit ce-ka! Mit einem Steckbrief sucht die Polizei gefährliche Verbrecher. Er hängt an Wänden und anderen gut sichtbaren Stellen und verspricht den Leuten eine Belohnung, wenn sie helfen, den oder die Verbrecher zu fangen.
JIPPI Immer diese neunmalklugen Unterbrechungen. Wie kommt es eigentlich, dass du glaubst, immer alles besser zu wissen als die Maus, die das alles wirklich und wahrhaftig am eigenen Barte erlebt hat?

Das Stück: Eine arme Kirchenmaus namens Josef Braun entdeckt eines Tages ihr Talent zum Geschichtenerzählen. (Manche würden behaupten, zum Lügen, bis die Balken brechen.) Doch die Mäusekinder von Katzelbach lieben die Wildwest-Geschichten von Jippi Brown, wie sich Josef nun nennt. Wie alle Kinder wissen auch sie eine gut erzählte Geschichte zu schätzen und scheren sich nicht darum, ob sie wahr ist. „Hauptsache, sie ist schön“, finden sie. Bartholomäus Mäusevater aber platzt irgendwann der Kragen. Nach unzähligen Versuchen, Jippi Brown, den selbst ernannten „doppelten Sheriff von Mocassin-Flat“ auf seine offensichtlichen Flunkereien, Fake News und kaum kaschierten Wissenslücken über den Wilden Westen hinzuweisen, deckt er schließlich die wahre Identität des sonderbaren Mäuserichs auf. Doch mit dem, was dann geschieht, hätte der alte und studierte Mäusevater nie gerechnet …

Zum Schluss hat das Publikum sogar die einzigartige Gelegenheit mitzubestimmen, mit was für einem improvisierten Abenteuer das Theaterstück enden soll …

Theaterhaus Feilenstraße
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