Schuld und Vergebung

Konzert in der Ev. Johanneskirche Quelle

Das Polifonia-Ensemble Bielefeld unter Leitung von Michael Hoyer musiziert gemeinsam mit Lara Venghaus, Sopran, am Sonntag, 17. November, um 17 Uhr in der Evangelischen Johanneskirche Quelle.

In den Mittelpunkt des Konzertes, welches unter dem Titel „Schuld und Vergebung“ steht, wird die Kantate BWV 199 „Mein Herze schwimmt im Blut“ von Johann Sebastian Bach gerückt. Das Werk wurde für die Trinitatis-Zeit komponiert, ist aber wegen seiner Buß-Thematik auch für den Volkstrauertag aufschlussreich.

Die großdimensionierte Weimarer Kantate, 1714 entstanden, wurde von Bach nicht für eine Knaben-, sondern für eine Frauenstimme geschrieben, und so ist im Unterschied zu anderen Sopran-Solo-Kantaten Bachs hier eine große Linienführung, Strahlkraft und intensive Klangentwicklung gefordert, wenn die Gemütsverfassung der niedergeschlagenen Sünderin, die in konsequenter christlicher Denkart über die Buße zur Lebensfreude angesichts der Gnade Gottes zurückfindet, nachgezeichnet wird.

Daneben erklingen vier kleinere Werke; mit dem „Ave verum“ von Mozart und „Panis angelicus“ von Franck zwei durchaus bekannte, mit „Preces meae“ und „Ingemisco“ von Donizetti dagegen zwei, bei denen es sich um eine deutsche Erstaufführung handeln dürfte.

Das Polifonia-Ensemble wurde von Michael Hoyer begründet und ist seit den 80er Jahren als Kammerorchester sowohl im sinfonischen als auch im oratorischen Bereich in der Region bekannt. Es vereint Berufsmusiker und engagierte Laien jeden Alters. Konzertreisen führten es mehrfach nach Italien und Frankreich. Lara Venghaus war in ihrer Zeit als Oboistin Mitglied des Ensembles und ließ nach ihrem Wechsel in den Gesang den Kontakt nicht abreißen. Mit seinem Gründer und Leiter Michael Hoyer tritt sie auch als Duo in Erscheinung, die beiden Musiker sind weit über die Grenzen der Region hinaus gefragt.

Bielefeld
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