Vom Stolz jeder Braut zum Auslaufmodell

Die Aussteuer im Wandel der Zeit

Lange Zeit war es für junge Frauen von großer Bedeutung, eine möglichst reichhaltige Aussteuer in die Ehe einzubringen. Mit diesem Vermögen, vor allem aus Wäsche und Geschirr bestehend, galten die Frau auf dem Heiratsmarkt als begehrenswerte Partie und konnte nach der Eheschließung den eigenen Haushalt ausstatten. Die Aussteuerwäsche sollte ein Leben lang halten. Bereits Jahre vor der Hochzeit wurde sie in langwieriger Arbeit selbst genäht oder teuer gekauft. Mit dem Wandel der gesellschaftlichen Rolle der Frau in der Mitte des 20. Jahrhunderts veränderte sich die Aussteuer vom Stolz jeder Braut zum Auslaufmodell, das schließlich in der Bedeutungslosigkeit versank.
Christina Wittler und Anke Zander stellen anhand von Fotos, Exponaten und Auszügen aus der Literatur eine beinahe ausgestorbene Tradition vor.
Rahmenprogramm Sonderausstellung – Eintritt frei

Museum Wäschefabrik
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