BEGIN:VCALENDAR
CALSCALE:GREGORIAN
METHOD:PUBLISH
PRODID:-//IT-On.NET//bielefeld.jetzt//DE
VERSION:2.0
BEGIN:VEVENT
CLASS:PUBLIC
CREATED:20260506T141034Z
DESCRIPTION:https://www.bielefeld.jetzt/node/1089422\n\nHinweis: Bitte
 beachten Sie\, dass es beim 8. Symphoniekonzert zu einer   \nkurzfristigen
 Programmänderung kommt: Anstelle der Komposition von Zara Ali   \nwird
 folgendes Werk gespielt: \n \n  \n \nUnsuk Chin  \nsubito con forza \n
 \nPjotr I. Tschaikowsky \nKonzert für Violine und Orchester D-Dur op. 35
 \n \nLudwig van Beethoven \nSymphonie Nr. 3 Es-Dur op. 55 Eroica \n \n 
 \n \n»Ist der auch nicht anders\, wie ein gewöhnlicher Mensch! Nun wird
 er auch   \nalle Menschenrechte mit Füßen treten …\, ein Tyrann
 werden!«\, wetterte   \nLudwig van Beethoven gegen seinen einstigen
 Helden Napoleon Bonaparte\, in den   \ner als Anhänger der Französischen
 Revolution seine politische Hoffnung   \ngesteckt hatte und dessen Name
 groß auf der Partitur seiner 3. Symphonie   \nprangte. Dessen Titelblatt
 soll Beethoven in dramatischem Gestus zerrissen   \nhaben\, als Napoleon
 sich zum Kaiser krönen ließ. Zugegeben: Er radierte den   \nNamen
 »nur« sehr energisch aus. Was zurückblieb\, ist eine heldenhafte  
 \nSymphonie von unerreichtem Weltrang\, die Eroica. Ganz abzusehen war
 dieser   \nErfolg zum Zeitpunkt der Uraufführung allerdings nicht: Das
 Werk löste   \nbeinahe einen Skandal aus. Empörung herrschte über das\,
 was die Eroica zum   \nbahnbrechenden Werk ihrer Gattung machte: das
 geniale Überschreiten der   \ngewohnten Grenzen mit den Mitteln der
 musikalischen Komplexität … \n  \n \nGanz ähnlich erging es
 Tschaikowskys einzigem Violinkonzert in D-Dur bei   \nseiner Uraufführung
 1881 in Wien: Das Publikum tobte\, allerdings nicht nur   \nvor
 Begeisterung. Kritiker Eduard Hanslick fragte sich gar\, »ob es nicht  
 \nauch Musikstücke geben könnte\, die man stinken hört«\, der
 Geigensolist   \nLeopold Auer lehnte das Stück wegen zu anspruchsvoller
 Passagen ab … ein   \nSkandal! Doch glücklicherweise nur aus früherer
 Sicht. Heute wird dem   \nMeisterwerk\, das sich einen festen Platz im
 romantischen Konzertrepertoire   \nerobert hat\, längst ein anderes
 Urteil \nzuteil: Virtuos\, ja\, aber vor allem innig\, erhellend und
 ergreifend. Der   \nSolo-Part ließ schon so einige Geiger*innen Abstand
 von dem Werk nehmen. Die   \nin Amsterdam geborene Violinistin Rosanne
 Philippens fiebert ihrem   \nBielefelder Debüt entgegen und begeistert
 bereits seit einigen Jahren auf   \ngroßen Konzertbühnen mit ihrer
 Technik und Musikalität.  \n \nsubito con forza – „plötzlich\, mit
 Kraft“. Bereits der Titel von Unsuk   \nChins Werk lässt an Beethovens
 Dynamik und dessen typische\, abrupte   \nUmschläge im musikalischen
 Geschehen denken. Genau diese Wechsel bilden den   \nAusgangspunkt der
 fünfminütigen Orchesterminiatur der koreanisch-stämmigen  
 \nKomponistin aus dem Jahr 2020\, die sie anlässlich des 250. Geburtstags
 des   \nKomponisten schrieb und sich rasch zu einem ihrer meistgespielten
 Werke   \netablierte. subito con forza verweist nicht nur auf Beethovens
 dramatische   \nWechselspiele\, sondern ist vor allem eine Hommage an
 dessen unermüdlichen   \nDrang\, musikalische Ausdrucksmöglichkeiten
 fortwährend an ihre Grenzen und   \ndarüber hinaus zu führen \n
 \n(Stand: 06.05.2026)
DTEND:20260517T111000Z
DTSTAMP:20250527T231502Z
DTSTART:20260517T090000Z
GEO:52.027900;8.513150
LAST-MOD:20260109T001501Z
LOCATION:Rudolf-Oetker-Halle
STATUS:CONFIRMED
SUMMARY:skandalös
TRANSP:OPAQUE
UID:1089424
URL:https://www.bielefeld.jetzt/node/1089422
END:VEVENT
END:VCALENDAR
