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DESCRIPTION:https://www.bielefeld.jetzt/node/1819478\n\nLera Auerbach
 (*1973) \nIcarus \n \nRobert Schumann (1810–1856) \nKonzert für
 Violoncello und Orchester a-Moll op. 129 \n \nGustav Mahler (1860–1911)
 \nSymphonie Nr. 1 D-Dur Titan  \n \n  \n \nMit Icarus von Lera Auerbach
 eröffnet ein dramatischer Höhenflug die Reihe   \nder Symphoniekonzerte
 – die sich in der Saison 2026/27 um die Gattung des   \nKunstlieds\, um
 Komponist*innen und Musikerinnen in der als Männerdomäne   \nbesetzten
 Musikwelt und natürlich um die Bielefelder Philharmoniker samt  
 \nGeneralmusikdirektor Robin Davis drehen wird. \n \nVor 20 Jahren feierte
 Auerbachs Icarus seine Uraufführung. »Der Mythos des   \nIkarus hat mich
 fasziniert. Als Kind lebte ich im antiken Griechenland«\,   \nschreibt
 die Komponistin. Dass der junge Ikarus scheitert\, obwohl die  
 \nFlügel\, die sein Vater Dädalus ihm gab\, perfekt konstruiert waren\,
 liegt an   \nseinem Höhenflug. »Der Wunsch\, über die Grenzen hinaus in
 das ekstatische\,   \nvisionäre Reich des Höhenflugs zu gehen\, ist
 wesentlich menschlich«\, so   \nAuerbach weiter und lädt das Publikum
 dazu ein\, die Tür zur eigenen   \nFantasie zu öffnen … \n \nSein
 Konzert für Violoncello und Orchester a-Moll op. 129 schrieb Robert  
 \nSchumann 1850 in nur zwei Wochen parallel zu seiner 3. Symphonie. Kurz
 zuvor   \nwar er Musikdirektor in Düsseldorf geworden – endlich
 berufliche   \nAnerkennung! Die Solo-Partie erarbeitete Schumann mithilfe
 des Cellisten   \nRobert Emil Bockmühl und lässt sie sanft\, leise\,
 poetisch und doch   \nausdrucksstark anmuten. Der langsame Satz erklingt
 gar wie ein »Lied ohne   \nWorte« … Schade\, dass Schumann ihn zu
 Lebzeiten selbst nie zu hören   \nbekam; erst im 20. Jahrhundert wurde
 das Werk für den Konzertsaal entdeckt.   \nDer mehrfach prämierte\,
 britische Cellist Steven Isserlis gibt mit dem   \nempfindsamen Solo sein
 Bielefelder Debüt. \n \n»…weil ich es erlebt habe\, auf welch falsche
 Wege hiedurch das Publikum   \ngeriet«\, begründete Gustav Mahler\, dass
 er aus seiner ersten Symphonie   \nsämtliche programmatischen Elemente
 ausschloss. Über Jahre hinweg sammelte   \ner Ideen für dieses Werk\,
 bis er im Jahr 1888 ein Engagement in Leipzig und   \ndamit gleich auch
 eine neue Liebschaft begann. – Und siehe da: Binnen zwei   \nWochen
 bringt Mahler sein Werk zu Papier. Nicht nur zitierte er darin zwei  
 \nseiner Lieder eines fahrenden Gesellen\, auch das berühmte Frère
 Jacques\,   \nerklingt in einer Variante in Moll. Bei der Uraufführung
 1889\, noch als   \nSymphonische Dichtung überschrieben\, fiel das Werk
 jedoch durch: Das   \nPublikum war irritiert von der Neuartigkeit der
 Klänge. Im Reigen der   \nfolgenden Umarbeitungen erhielt die Symphonie
 ihren Beinamen Titan\, nach   \neinem Werk des Autors Jean Paul. Erst mit
 der Drucklegung 1899 wurde sie   \ntatsächlich zu Mahlers erster
 Symphonie\, in der der junge Komponist bereits   \nseine typische
 Musiksprache anklingen lässt. \n \n(Stand: 07.06.2026)
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