BEGIN:VCALENDAR
CALSCALE:GREGORIAN
METHOD:PUBLISH
PRODID:-//IT-On.NET//bielefeld.jetzt//DE
VERSION:2.0
BEGIN:VEVENT
CLASS:PUBLIC
CREATED:20260912T153927Z
DESCRIPTION:https://www.bielefeld.jetzt/node/1941571\n\nWir laden Sie
 herzlich am *6. September 2026* ab *15:00 Uhr* zu den drei   \nLesungen
 der Künstlerinnen Luzie Meyer\, Anna R. Winder\, Karolin Meunier im  
 \nRahmen der aktuellen Ausstellung /read to/for /| /I read to sense the  
 \ndoubling of time/ ein. \n \nDie Gruppenausstellung befragt das Lesen als
 künstlerische und über den   \nText hinausgehende Praxis. Sie versteht
 sich als Produktions- und   \nExperimentierraum\, in dem installative
 Setzungen\, Lesungen und Performances   \nin wechselnden Konstellationen
 zueinander in Beziehung treten. \n \n  \n \nPROGRAMM – KUNSTVEREIN
 BIELEFELD \n \n*Luzie Meyer* \n/Besaid\, bedone/ \n \nIn der performativen
 Lesung /Besaid\, bedone/ (2026) nähert sich Luzie Meyer   \nder
 Lebensrealität der Barockkomponistin Barbara Strozzi in Form eines  
 \nspekulativen inneren Monologs. Ausgangspunkt ist die Klagearie /Che si
 può   \nfare/\, in der sich das Empfinden von Handlungsunfähigkeit und
 schwindender   \nHoffnung artikuliert. Durch pointierte sprachliche
 Brüche überlagert Meyer   \nhistorische und gegenwärtige
 Erfahrungsräume und fragt nach den Bedingungen   \nvon Handlung und
 Autonomie. Strozzis Position als eine der wenigen Frauen\,   \ndie im
 Venedig des 17. Jahrhunderts als Komponistin öffentlich in  
 \nErscheinung traten\, war von gesellschaftlicher Abhängigkeit und
 prekären   \nVerhältnissen geprägt. In der Überlagerung mit
 gegenwärtigen Formen   \nsozialer und ökonomischer Abhängigkeit wird
 diese historische Situation als   \nfortwirkende Struktur lesbar. Die
 Lesung eröffnet so einen poetischen   \nReflexionsraum über die
 Möglichkeit der Selbstbestimmung innerhalb   \nbegrenzter
 Handlungsspielräume. \n \n*Anna R. Winder* \n/I sometimes think of her as
 a spider/ \n \nAnna R. Winder liest aus einem fortlaufenden Text\, der
 ihre   \namateurhaft-detektivischen Recherche-Unternehmungen nachzeichnet
 und dabei   \ndie Form der Anekdote als Modus der Annährung erprobt.
 Ausgangspunkt ist die   \nSuche nach einer Fotografie\, die vom
 Hörensagen bekannt ist und angeblich   \nzwischen 1969 und 1981 im
 /Playboy/ veröffentlicht wurde. Im Verlauf der   \nSuche ruft der Text
 fiktionale Figuren auf\, die ähnlichen Nachforschungen   \nfolgen: Hazel
 Brown aus Lisa Robertsons /The Baudelaire Fractal/\, Janine   \nDakyns aus
 W. G. Sebalds /Die Ringe des Saturn\,/ Charles Kinbote aus Vladimir  
 \nNabokovs/ Pale Fire/ und Daniel Quinn aus Paul Austers /City of
 Glass/\,   \nunter anderen. Sie alle sind detektivische Forscher:innen und
 Autor:innen\,   \nderen Leidenschaft für ihre Untersuchungen schließlich
 über die Grenzen   \nihrer eigentlichen Arbeit hinauswächst. \n
 \n*Karolin Meunier* \n/Übersetzungsszenen/ \n \nKarolin Meunier wird ihr
 Künstlerinnenbuch /Commentaries. Vai pure\, Carla   \nLonzi/ vorstellen\,
 das gerade bei b_books erscheint. \nAusgangspunkt ist Meuniers
 Auseinandersetzung mit einem Werk der   \nitalienischen Kunsthistorikerin
 und Feministin Carla Lonzi: In /Vai pure/   \n(Mailand\, 1980) hat Lonzi
 ein Gespräch mit ihrem Partner\, dem Künstler   \nPietro Consagra
 veröffentlicht. Ausgehend von der Frage\, wie ein Buch zu   \nübersetzen
 ist\, dessen Sprache sie nicht spricht\, öffnet Meunier einen   \nRaum\,
 in dem Übersetzung als dialogische Praxis erkennbar und ein  
 \nvielstimmiges Gespräch mit anderen Mitwirkenden initiiert wird. Lesen\,
   \nZuhören\, Transkription und Editieren werden dabei zu ästhetischen
 Praktiken   \nder Übertragung\, in dem sich der Text von /Vai pure/ in
 einem fortlaufenden   \nProzess des Austauschs neu erschließt. Zugleich
 eröffnen sich verschiedene   \nPerspektiven auf den historischen Kontext
 von Lonzis Schreiben sowie Fragen   \nnach Kunst\, Produktivität\,
 Anerkennung und Feminismus heute. \n  \n \nKeine Anmeldung notwendig.
 Eintritt frei. \n \nDas Projekt wird gefördert von der Stiftung
 Kunstfonds\, dem Beauftragten der   \nBundesregierung für Kultur und
 Medien (BKM) sowie der Kunststiftung NRW. \n \nBild: Anna Budniewski\,
 Bank (Kreis); Video (Opening)\, 2026. Installation   \nview\, read to/for
 | I read to sense the doubling of time\, Kunstverein   \nBielefeld\, 2026.
 Courtesy der Künstlerin. Foto: Fred Dott \n \n(Stand: 12.09.2026)
DTEND:20260906T160000Z
DTSTAMP:20260724T104301Z
DTSTART:20260906T130000Z
GEO:52.019140;8.528450
LAST-MOD:20260724T104301Z
LOCATION:Kunstverein Bielefeld
STATUS:CONFIRMED
SUMMARY:Lesungen
TRANSP:OPAQUE
UID:1941572
URL:https://www.bielefeld.jetzt/node/1941571
END:VEVENT
END:VCALENDAR
