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DESCRIPTION:https://www.bielefeld.jetzt/node/1956503\n\n*Felix Mendelssohn
 Bartholdy (1809–1847)* zählt zu den bedeutendsten   \nMusikern der
 Romantik. Er unternahm ausgedehnte Reisen und wurde in Europa   \n–
 insbesondere in England – als Pianist\, Dirigent und Komponist gefeiert.
   \nAls Dirigent setzte er Maßstäbe\, die das Berufsbild bis heute
 prägen.   \nObwohl er nur 38 Jahre alt wurde\, hinterließ er ein
 umfangreiches Werk\, zu   \ndem auch zahlreiche meisterhafte geistliche
 Kompositionen gehören. \n \nDas Konzert beginnt mit einem beeindruckenden
 Zeugnis gereifter Vokalkunst   \naus seinem op. 69\, das Mendelssohn erst
 im Jahr seines frühen Todes   \nfertigstellte. Das zweite Stück dieses
 Zyklus\, *„Jauchzet dem Herrn\, alle   \nWelt“\, op. 69 Nr. 2 (MWV B
 58)*\, besticht durch seine dichte\, vierstimmige   \nA-cappella-Struktur.
 Dabei verbindet es barocke Polyphonie mit der   \nhochromantischen\,
 emotionalen Klangsprache Mendelssohns zu einem feierlichen   \nLobgesang.
 \n \nIm Anschluss folgen zwei Werke aus einer früheren Schaffensphase.
 Die   \n*Choralkantate „Wer nur den lieben Gott lässt walten“ (MWV A
 7)*   \nentstand bereits 1829. Als Choralkantate basiert das Werk auf
 einem   \ntraditionellen Kirchenlied. Mendelssohn übernimmt dessen Text
 und webt die   \nhistorische Melodie in ein lebendiges Gefüge aus eigenen
 Variationen und   \nGegenmelodien ein. Mit dieser schöpferischen
 Weiterführung der alten   \nBach-Tradition leistete er einen wertvollen
 Beitrag zur evangelischen   \nKirchenmusik. \n \nAus derselben
 Schaffensperiode stammt das zutiefst berührende Gebet   \n*„Verleih uns
 Frieden gnädiglich“ (MWV A 11)*\, das er 1831 komponierte.   \nEs
 basiert auf einem Text von Martin Luther und besticht durch seine  
 \nschlichte\, strömende Melodieführung. \n \nDen Abschluss des Programms
 bildet die *Messe in C-Dur op. 169* von *Joseph   \nGabriel Rheinberger
 (1839–1901)*. Der in Vaduz (Fürstentum Liechtenstein)   \ngeborene
 Komponist lebte und wirkte als Organist und Musikpädagoge  
 \nhauptsächlich in München. Er gilt als bedeutender Repräsentant einer 
  \nvielfältigen Musikkultur am Ende der klassisch-romantischen Epoche.  
 \nRheinberger hinterließ ein umfangreiches\, vielgestaltiges Werk\, aus
 dem   \ninsbesondere seine Orgelkompositionen und die geistliche Chormusik
   \nherausragen. Obwohl seine Musik zu Lebzeiten europaweit aufgeführt
 wurde\,   \ngeriet sie nach dem Ersten Weltkrieg weitgehend in
 Vergessenheit. Erst im   \nZuge einer Renaissance ab den 1980er Jahren
 wurde sein Schaffen auch   \ninternational wiederentdeckt. *Sein op. 169*
 – wegen seiner fließenden   \nÜbergänge oft als „Suiten-Messe“
 bezeichnet – lebt vom feinsinnigen   \nWechselspiel zwischen
 Solostimmen\, Chorklang und Instrumentalbegleitung.   \nRheinberger
 gelingt hier eine perfekte Synthese aus klassischer   \nMessetradition und
 romantischer Farbenpracht\, die das Programm feierlich   \nabrundet. \n
 \n(Stand: 30.07.2026)
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