Tempel oder Schrein?

Entwicklung und Verwirrung der Baukultur durch Religionen in Japan

Kein Gründer, keine Lehre, keine heilige Schrift – der Shintoismus ist für Ausländer nicht leicht zu verstehen. Der Buddhismus kam im 6 Jh. über Korea nach Japan, ersetzte dieses Manko; wurde jedoch im Laufe der Geschichte entmachtet. Der Shintoismus vergöttert die Natur, kennt viele Götter und lebt mit dem Buddhismus heute in einer friedlichen Koexistenz.

Warum stehen Torii (Tore), die eigentlich zu Schreinen gehören, häufig in eindrucksvoller Größe auf dem Gelände von Tempeln? Vielen Japanern ist die Frage fremd, ob sie Shintoisten oder Buddhisten sind. Sie sind beides – je nach Lebenslage verschiebt sich lediglich die Gewichtung. Woher kommt diese Verwirrung? Welche Einflüsse hatten der Shintoismus und der Buddhismus auf die Baukultur sowie den Alltag in Japan?

Dipl.-Ing. Koji Nagai, Jahrgang 1981, geboren in Osaka, Studium in Japan (Architektur und Stadtplanung) und in Deutschland (Raumplanung an der TU Dortmund) abgeschlossen. 10 Jahre Erfahrung im Japan Consulting mit Schwerpunkt nachhaltige Stadtentwicklung in Bezug auf Raumplanung, Bauen und erneuerbare Energien. Seit 2017 Vizepräsident der DJG Bielefeld.

Ravensberger Spinnerei / VHS
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