Arme Leute?

Heuerlingswesen, Leinengewerbe und Wanderarbeit im 19. und 20. Jahrhundert

Der Raum Bielefeld gehörte seit dem späten 18. Jahrhundert zu den am dichtesten besiedelten Gebieten Westfalens. Die gleichzeitig besonders hohe Zahl armer Familien bedeutete, dass auf den Bauernhöfen, die ihren Lebensunterhalt durch die Herstellung von Agrarprodukten bestritten (und meist davon sehr gut leben konnten), eine große Zahl von Miets- bzw. Heuerlingshäusern entstand. Hierin wohnte die besitzlose Bevölkerung als Mieter, die je nach individueller Vereinbarung ihre Miete, die »Heuer«, durch Arbeitsleistung beim Bauern oder durch Geldzahlung erbrachte.
Ein Beispiel hierfür ist der Hof Meier zu Olderdissen, zu dem unter anderem »Olderdissens Kotten« gehörte, der heute Bestandteil des BauernhausMuseums ist. Hier findet diese Ausstellung statt. Nicht nur die Erwerbszweige und die soziale Situation der Heuerleute werden vorgestellt, sondern auch die Wohn- und Lebensverhältnisse an einem historischen Schauplatz.

Bauernhaus-Museum
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