4. Symphoniekonzert (2/2)

Beethoven in zwanzig Tagen

Ludwig van Beethoven
Symphonie Nr. 4 B-Dur op. 60
Symphonie Nr. 5 c-Moll op. 67

 

Robert Schumann nannte Beethovens vierte Symphonie eine „griechisch schlanke Maid“ und bewunderte sie als Schlüsselwerk. Tatsächlich lodert das Feuer, das Beethoven mit seiner Eroica in der bedeutendsten Gattung der Instrumentalmusik entfacht hatte, hier aufs Schönste weiter. Zwar atmet die Vierte einen ganz und gar „unheldischen“, heiteren Tonfall, der sie von ihren Nachbarwerken deutlich abhebt, aber die Kombination aus Bestimmtheit, architektonischer und melodischer Eleganz sowie innerer „Logik“ lassen keinen Augenblick Zweifel an ihrem Urheber aufkommen. - Müsste man eine Art musikalisches Logo für Beethoven kreieren, fiele die Wahl hundertprozentig auf die Eröffnungsformel der fünften Symphonie. Kein Wunder - so schlicht wie genial stößt der große Symphoniker hier die Tür auf zu einer seelischen Welt, deren Gefühls-Amplituden zwischen tiefster Zerrissenheit und höchster Freude changiert. „Per Aspera ad Astra“ („Durch das Dunkle zu den Sternen“) ist zum Schlüsselbegriff für Beethovens symphonische Gestaltungskurve geworden, und die Fünfte ist hierfür ein Paradebeispiel.

Rudolf-Oetker-Halle
Newsletter

Jetzt für die regelmäßige Zusendung des monatlichen Veranstaltungskalenders registrieren!