3. Kammerkonzert

Bruch / Glinka / Muczynski

Max Bruch
8 Stücke für Klarinette, Bratsche (Violoncello) und Klavier op. 83

Mikhail Glinka
Trio pathetique

Robert Muczynski
Fantasy Trio op. 26


So rar wie originell ist die Klangkombination dieses Kammerkonzerts: Klarinette, Cello und Klavier treffen in der Musikgeschichte nicht allzu oft aufeinander. Originell auch die Kompositionen und ihre Schöpfer: Michail Glinka, einer der Gründungsväter der russischen Opernromantik (Ein Leben für den Zaren, Ruslan und Ludmila), reiste 1830 nach Italien und verbrachte drei Jahre hauptsächlich in Mailand, wo er reichlich Opernaufführungen erlebte und Kollegen wie Vincenzo Bellini kennenlernte. Ein psychischer Zusammenbruch, der ihn 1832 ereilte, klingt in seinem Trio pathétique nach, das er in dieser Zeit unter der Feder hatte. Kantable Lyrik, wie sie hier von Cello und Klarinetten par excellance vorgeführt werden, finden sich auch in Max Bruchs acht Stücken op. 83. Inspiriert von Schumanns Märchenbildern und ähnlichen Petitessen schrieb Bruch sie für seinen Sohn Felix, der sich zu einem herausragenden Klarinettisten entwickelt hatte. Uraufgeführt wurden sie 1909 in Bonn. Hierzulande kaum bekannt gilt Robert Muczynski in den USA als wichtigster neoklassizistischer Komponist der Nachkriegszeit. Zu seinen Werken zählen über fünfzig Kammermusikstücke für verschiedene Besetzungen, aber auch Solokonzerte und Orchesterwerke. Sein Fantasy Trio schrieb er 1969, als er Professor und Composer-in-Residence an der University of Arizona in Tucson war - eine Position, die er bis zu seiner Emeritierung 1988 innehatte.

 

Liebe Konzertbesucherinnen und Konzertbesucher, für dieses Konzert hatten wir Ihnen ursprünglich Werke von Beethoven, Bruch und Prokofjew angekündigt. Aus dispositorischen Gründen musste die Besetzung dieses Konzertes nun kurzfristig angepasst werden, wodurch sich das neue Programm ergibt.

Rudolf-Oetker-Halle
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