Lectures for Future

Der Mensch in einer begrenzten Umwelt




Lange Zeit waren Städte Hotspots gebietsfremder Arten. Von dort konnten sich einige wenige Aliens nach der Eingewöhnung auch ins Umland wagen. Mit dem Klimawandel steigt das Invasionspotential nicht-heimischer Arten und Städte werden immer mehr zu Ausbreitungszentren von Exoten in die freie Landschaft. Aber: Klimawandel betrifft alle (Arten)! Aliens haben jedoch meist eine hohe Anpassungsfähigkeit an sich ändernde Umweltbedingungen (Hitze, Trockenheit) und ihr Ausbreitungspotential ist enorm. So werden in Zukunft bei uns in Deutschland Probleme mit der hochallergenen Ambrosie, oder der Tigermücke (mit gefährlichen Krankheiten im Gepäck) zum Alltag gehören. In der Natur werden wir uns demnächst am Anblick von Hanfpalmen, Paulownien, Götterbäumen oder Halsbandsittichen erfreuen können und Städtplaner haben schon Ersatzbäume aus Übersee im Gepäck mit denen sie den sich verändernden Bedingungen in unseren Städten begegnen wollen. Jedoch: beide Prozesse sowohl der Klimawandel als auch die Ausbreitung gebietsfremder Arten haben unterschiedliche Ursachen. Sie sind hochkomplex und dynamisch und hängen nicht 1:1 voneinander ab.

Vortrag und Diskussion in H5 (UHG)
Dr. Tom Steinlein,
Universität Bielefeld

Universität Bielefeld
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