23. Bielefelder Kabarettpreis

Vorrunde

Am 21. Und 22. Februar 2020 wird der begehrte Bielefelder Pudding zum 23. Mal verliehen: Sechs Nachwuchskünstler und -künstlerinnen treten im ZWEISCHLINGEN vor Publikum und Expertenjury mit Auszügen aus ihren Debütprogrammen gegeneinander an. Dem Sieger oder der Siegerin winkt ein abendfüllender Auftritt im Zweischlingen und natürlich der Preis – ein an die Wand genagelter Pudding. Insgesamt werden Preisgelder in der Höhe von 2500 Euro vergeben.


Ingrid Wenzel aus Berlin und Hamburg verbindet in „Ingrid Wenzel Live“ Illustrationen und Comedy zu einem Kunstwerk und beherrscht dabei ihr Handwerk sehr gut. Ihr Auftrag: das Leben kunstvoller und witziger zu machen. Dazu erzählt sie mit ihren Bildern Geschichten über die Schönheit des Alltags, über zwischenmenschliche Beziehungen, und über sich: Sie verrät warum sie schwedophil ist; mit „Hygge“ hat das aber nichts zu tun. Viel zu böse, viel zu frisch und viel zu anders.

Der Berliner David Weber sitzt am Klavier und denkt nach. Meistens kommt dabei nicht viel rum, behauptet er selber. Doch es reicht immer noch für Spitzentexte mit schickem Humor. Herrlich absurd, trotzdem mitten aus der Realität. Ob Haarausfall oder Wäsche waschen, alltägliches bekommt eine skurrile Wendung. Mit seinem Programm „Storno all night long“ zeigt sich David als Grenzgänger zwischen Songwriting, Comedy und Poetry Slam.

In seinem Programm „Gemüse“ analysiert der Deutsch-Brite Tim Whelan aus Berlin in kleinen Beobachtungen die deutsche Kultur und Sprache genau wie seine britische Herkunft. Und selbst wenn er behauptet, sein Sonnenbrand wäre noch das Britischste an ihm – stimmt das nicht. Den typisch zynischen Humor mit seine messerscharfen Pointen (von den Deutschen sehr geliebt und oft schlecht kopiert), verbindet er mit seinem ganz eigenen britischen Charme.

Noch nie war blind sein so witzig. Timur Turghan aus Köln sorgt für einen Perspektivwechsel besonderer Art: er nimmt das Publikum in seinem Programm „Blind Date“ mit in seinen Alltag und lässt uns erfahren, was sich durch seine Augenkrankheit in seinem Leben geändert hat. Ob von hilfsbereiten Mitmenschen in die falsche Bahn gesetzt, auf der falschen Toilette gelandet oder im Kino zur Premiere, er erzählt davon so mitreißend, mit einem solchen Tempo und Drive, dass einem Hören und Sehen vergeht.

Die Liedermacher-Rap-Crew Simon & Ingo aus Bonn schreiben Songs, irgendwo zwischen Humor und Ernsthaftigkeit und beschweren sich laut- und wortstark über die großen Themen unserer Zeit: Bienensterben. Nestlé und Monsanto. Langsames Internet. Andere Leute bringt das nur auf die Palme, die Jungs auf die Bühne. Ihr Programm „Hippie Hippie Yeah“ ist engagiert und hat eine Botschaft.

Die junge Musikkabarettistin Marie Diot aus Hannover mit Frisur beschreibt das, was sie tut, mit „Musik & Quatsch“. Durchgeknallter, verquerer, komischer, witziger, absurder, direkter, ironischer, manchmal melancholischer, tiefsinniger, optimistischer, immer charmanter Quatsch. Leicht neben der Spur. In ihrem Programm geht es um ihre ganz eigene Welt und die Dinge, die dort passieren, z.B. um Liebe und Fischvergiftung. Und es heißt: „Pinguin im Tutu – weiß nicht, ob er Tänzer ist“. Na eben.


Wie jedes Jahr spielen alle sechs Nominierten am Freitagabend in der Vorrunde ein viertelstündiges Kurzprogramm. Anschließend entscheidet das Publikum, welche drei Künstler/innen im Finale spielen. Am Samstag spielen diese jeweils eine halbe Stunde. Eine Fachjury bestimmt unter Beteiligung des Publikums die Platzierungen. Zusätzlich wird ein Publikumspreis verliehen.

VVK ab Dezember im Zweischlingen. Ein begrenztes Kartenkontingent wird für die Abendkasse zurückgehalten. Weitere Infos unter www.kabarett-bielefeld.de.

Zweischlingen
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