Großmanöver Defender 2020

Mit Tempo in den neuen Kalten Krieg

Vortrag und Diskussion mit Jürgen Wagner

Seit Ende Januar ist Deutschland Schauplatz des größten Manövers seit über 25 Jahren. US-Defender Europe 20 nennt sich das Spektakel, bei dem insgesamt 37.000 Soldat*innen beteiligt sind. Ziel ist es, eine US-Division (20.000 Soldat*innen) von den USA unter anderem über Deutschland bis an die Grenzen Russ­lands zu verlegen. Deutschland ist als zentrales Durchgangsgebiet sowohl über Unterstützungsmaßnahmen der US-Kräfte als auch über verschiedene Defender 20 angegliederte NATO-Manöver direkt beteiligt.

Insbesondere ist auch NRW als Logistik-Drehscheibe betroffen. Auf dem Landweg werden dann die Waffen und Ausrüstungs­gegenstände ab Düsseldorf über die A2 nach Osten und über die A3 nach Süden gebracht. Die aktiven bzw. reaktivierten Kasernen in Augustdorf (OWL) und Rheindahlen (Niederrhein) stehen als Rasträume zur Verfügung.

Der Vortrag geht sowohl auf das Manöver selbst ein, ordnet es aber auch in die allgemeinen Militärplanungen gegenüber Russland ein und setzt es in den größeren Zusammenhang des Neuen Kalten Krieges zwischen dem Westen und Russland.

Jürgen Wagner ist geschäftsführender Vorstand der Informationsstelle Militarisierung (IMI) e. V.

Es laden ein: Bielefelder Friedensinitiative, DIE LINKE Bielefeld, attac Bielefeld, IPPNW Ostwestfalen, DFG-VK-Gruppe Ostwestfalen-Lippe

Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich

Historisches Museum
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