ANIMA OBSCURA

D3 - Dance Discovers Digital / Chapter II

Unsterblich werden - ein Unterfangen, das fast so alt ist wie die Menschheit selbst. Quer durch die Geschichtsschreibung zieht sich die Suche nach dem einen Elixier, das uns unverwundbar macht, ewige Jugend verleiht und durch das wir unserer irdischen Begrenztheit entkommen können. Vom Opus Magnum der Alchimisten führte sie uns bis zu den nanotechnologischen Innovationen von Heute, die das menschliche Gehirn in Computer auszulagern versuchen. Mit rasanter Geschwindigkeit sind wir unserem Ziel vom ewigen Leben in den letzten Jahren nähergekommen. Wie weit ist es bis zum Stein der Weisen noch?

Die niederländische Choreografin Nanine Linning widmet sich in der zweiten Ausgabe des Projekts D3 - Dance Discovers Digital einem Thema, das in Zeiten der Pandemie nicht aktueller sein könnte. Gemeinsam mit einem interdisziplinär aufgestellten Team entwickelt sie u.a. zu Brahms‘ Ein Deutsches Requiem einen Tanzabend, in dem sie intensive Körperlichkeit und faszinierende Virtualität aufeinandertreffen lässt. Digitale Technologien fordern die Ausdrucksmöglichkeiten des Tanzes als eine der ältesten Kunstformen heraus und lassen ein neues, sinnliches Theatererlebnis entstehen.

Nanine Linning gehört zu den Choreograf*innen, die das Tanzgeschehen in Europa in den vergangenen Jahren maßgeblich geprägt haben. In ihren multidisziplinären Arbeiten lässt sie Bewegung, Design, Video, Visual Art und Mode zu opulenten Gesamtkunstwerken verschmelzen. Linning leitete die Tanzensembles am Theater Osnabrück (2009-12) und am Theater und Orchester Heidelberg (2012-18). Neben Werken für die Dance Company Nanine Linning choreografierte sie für das Stuttgarter Ballett, das Bayerische Staatsballett und erhielt Aufträge am Niederländischen Kammerchor sowie am Boston Ballet.

Tor 6 Theaterhaus Bielefeld
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