Foto: Daniel Reisler

Amewu

Skalp Tour

„Man ist immer ein bisschen blöd, bis man lernt“

Geboren und aufgewachsen in Berlin, hat die Stadt Amewus Rapstil geprägt. So hörte er sich lieber Battle Rap an, als den Spaßrap, der im Rest der Republik populär war. Der beteuerte redundant wie toll doch alles wäre. Aber Amewu ist wütend und hat Diskussionsbedarf. Deshalb muss Rap für ihn auch aggressiv sein. Gleichzeitig bedarf es aber der Reflektion, denn man sollte wissen, woher die Aggression kommt und nach Ursachen suchen.

Durch die Freakcamp und Keep It Rollin Veranstaltungen rutschte er in andere Genres, die MCs einsetzten. Er traf unvoreingenommene Menschen, die er vorher im HipHop nur selten getroffen hatte. In kürzester Zeit machte sich Amewu in der Grime-Szene einen Namen; . Hier existierte eine Nische, in der sich anfangs noch viel Platz befand, wenn man schnell rappte. Gleichzeitig wurden Grime und Dubstep immer populärer, weshalb Amewu bei vielen Veranstaltungen präsent war. Hierdurch wurde schließlich auch die Hip Hop Szene wieder auf ihn aufmerksam.

In spezieller Eigenart beendet er seine Auftritte gerne mit langen Accapellas oder Ansagen. Viele seiner Stücke richten sich bewusst an das Publikum und Amewu macht kein Geheimnis daraus, dass sein Können Teil der Verführung ist. Der Inhalt ist ihm wichtig, die Form sein eigenes Mittel zu Zweck. Und man findet bei ihm fraglos das Selbstbewusstsein, das im Rap erwartet wird, jedoch nicht ohne ausreichend Selbstkritik und -reflektion. Dass man verändern kann und soll, selbst wenn man selber der Veränderung bedarf, das will Amewu vormachen, denn für ihn selbst ist Rap genau das.

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