The Immanent Horizon

05.09. - 01.11.2020

Der Kunstverein Bielefeld freut sich, mit "The Immanent Horizon" die künstlerischen Positionen von Leda Bourgogne, Olivier Foulon & Alexander Lieck, Samuel Richardot und Charline Tyberghein zu präsentieren. Die Ausstellung widmet sich dem Status quo malerischer Praxis und ihrem kritischen Potential.

Die Entgrenzung der Malerei, das Verlassen ihres angestammten Platzes auf der Leinwand, vollzog sich in den späten 1960er Jahren und kritische Protagonist*innen stellten durch die radikale Öffnung von Werkformen ihre medienspezifische Rezeption infrage. Im Fokus der Auseinandersetzung der Institutionskritik stand die Sichtbarmachung der Mechanismen der Institution Kunst innerhalb des Ausstellungsraumes und damit die Neuvermessung der Rahmenbedingungen des Ausstellens. Vor diesem Hintergrund bemerkt Daniel Buren: „Nur wenn die verschiedenen, aufeinanderfolgenden Rahmen/Grenzen in ihrer Bedeutung erkannt sind, kann ein Werk/Produkt, wie wir es auffassen, sich zu diesen Grenzen in Beziehung setzen und sie entschleiern.“ Keineswegs sollte damit das von nun an immer wieder aufs Neue proklamierte Ende der Malerei behauptet, sondern vielmehr die der Kunst immanenten gesellschaftlichen Voraussetzungen erfahrbar werden.

Gegenwärtig stellt sich die Frage nach der kritischen malerischen Perspektive unter geänderten Vorzeichen. Die Malerei hat die Kritik an sich längst aufgenommen und begonnen, den eigenen medialen Kontext zu befragen. "The Immanent Horizon" zeigt ein aktuelles Bildverständnis, das in diversifizierten künstlerischen Praktiken zum Ausdruck kommt und die Voraussetzungen der Malerei als Praxis reflektiert.

Kunstverein Bielefeld
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