4. Kammerkonzert

Magnum Mysterium

Musik, die Räume aufmacht. Die etwas Schwebendes hat. Sechs Stimmen, die aufeinander eingespielt sind, sich zu einem homogenen Klangkörper vereinen. Elegische Weisen, der Welt entrückt und verklärt. Sechs Mitglieder unseres Musiktheaterensembles haben eine ganze Serie wunderschöne Gesangssätze ausgewählt, die Weihnachtliches, Geistliches, teils auch Weltliches zum Inhalt haben, darüber hinaus aber eine fein abgestimmte Dramaturgie des Klangs entfalten. Cornelie Isenbürger, Dušica Bijeli?, Nohad Becker, Daniel Pataky, Tae-Woon Jung und Yoshiaki Kimura bewegen sich als Ensemble in der reichhaltigen Tradition des A-cappella-Gesangs, den ja stets etwas Geheimnisvolles umweht. Zur Abwechslung begleitet Anahit Ter-Tatshatyan die Sänger*innen bei einigen der Werke am Flügel.

Im Programm finden sich Arvo Pärts Magnificat, Sergej Rachmaninows Ave Maria, Francis Poulencs O Magnum Mysterium, John Rutters Carols sowie Erhard Mauersbergers Weihnacht. Die Mitglieder des Ensembles haben abseits der gängigen Chorliteratur, zu der sicher auch Mendelssohns Jauchzet dem Herrn zu zählen ist, einige Schätze gehoben, die dem Konzert noch einmal eine andere Dimension verleihen: György Orbáns Pater noster etwa, Simon Wavers O magnum mysterium oder das berührende Ave Maria von Franz Biebl. Kurzum: Vokalwerke, die den fein ausgeleuchteten Ensembleklang feiern und der Musizierlust ungebremst den roten Teppich ausrollen.

Weil Kunst im Allgemeinen und Musik im Besonderen vom Kontrast leben, gibt’s im zweiten Teil ein paar „Schmankerl“ aus der Unterhaltungsmusik, etwa Pat Ballards Evergreen Mister Sandman, Songs von den Comedian Harmonists, Billy Joel und Queen. Genau das Richtige, um sich aus tiefgründiger Verklärung fröhlich herausreißen und in den Vorweihnachtstrubel zurück katapultieren zu lassen!



Rudolf-Oetker-Halle
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