Winterreise

Tanz-Gastspiel

Musik von Hans Zender: Schuberts Winterreise. Eine komponierte Interpretation

Ein Wanderer verlässt das Haus seiner verflossenen Liebe, um ohne Ziel in der Winternacht umherzuirren, hinfort von der Zivilisation, ins Weglose. Er gelangt an verschiedene Stationen und damit auch an verschiedene Stufen des Nachdenkens über sich selbst und den Zusammenhang mit der Welt.

Wilhelm Müllers legendärer Gedichtzyklus Winterreise, von Franz Schubert kongenial vertont und von Hans Zender neu orchestriert, war der Ausgangspunkt fu?r Gregor Zölligs gleichnamige Uraufführung am Staatstheater Braunschweig. Gemeinsam mit seinem Ensemble, das er seit 2015 erfolgreich leitet, begibt sich der Choreograf auf eine Reise in die einsame Nachdenklichkeit und gesellschaftliche Abkehr. Konzentriert sich der erste Teil des Abends noch auf den Rückblick und den nicht zu fassenden Schmerz um die verlorene Geliebte, so sucht der Wanderer im zweiten Teil nach Ruhe und Erlösung, die er selbst im Tod nicht finden kann.

Das Geschehen auf der Bu?hne erscheint »verwandelt, intensiviert, und, wie Goethe gesagt hätte, auf neuartige Weise bedeutend. Durch die Konzentration der Kräfte bekommt das Werk (…) Schönheit, Intensität, Wucht und Aussagereichtum. Der Zuschauer wird davon berührt, als wäre die Winterreise ein Teil seines eigenen Schicksals«, schrieb der Kritiker Michel Schaer begeistert u?ber die Uraufführung im Mai 2019.

In der Spielzeit 2020/21 lädt TANZ Bielefeld das poetische, bilderreiche und musikalisch berührende Seelenporträt ins Stadttheater ein und feiert nach sechs Jahren ein Wiedersehen mit seinem ehemaligen Chefchoreografen.

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