©Tristan Perez Martin

Cie. Nadine Gerspacher

»The Age of Aquarium«

Das zentrale Bild in »The Age of Aquarium« ist ein Kopf in einem Goldfischglas. Es steht für das paradoxe Verhältnis im digitalen Zeitalter zwischen dem Blick aus dem Inneren heraus und dem Blick von außen. Wie gläserne Aquarien zeigen unsere persönlichen Kopfblasen ihren Inhalt, doch der Blick nach außen ist verzerrt. Eine trügerische Transparenz also, die einerseits zwischenmenschliche Nähe entstehen lässt, die aber andererseits wegen der Verzerrung zur Illusion wird und auf eine Entfremdung zusteuert. In einer post-apokalyptischen Landschaft stellt das Stück Fragen wie: Was bliebe, wenn eine Katastrophe uns unserer virtuellen Welten entledigte, wenn wir uns nicht mehr voreinander und vor uns selbst verstecken könnten? Fragen von existenzieller Schwere, die das Stück nachdenklich, aber auch zugleich leichtfüßig und humorvoll beantwortet.
Die freischaffende Tänzerin, Choreografin und Dozentin Nadine Gerspacher schafft kleine, von exzentrischen Charakteren bewohnte Mikrokosmen, in denen poetisch-absurdes und ungefilterte Körperlichkeit zusammenkommen. Humor, Wandlungen, groteske Momente und Verletzlichkeit spielen in ihren Stücken zentrale Rollen. Sie erweckt mit erzählerischer Kraft überraschende Bilder zum Leben, die emotional berühren und ein breites Publikum in ihren Bann ziehen.


Idee, Konzept und Choreographie: Nadine Gerspacher
Dramaturgie und Regieassistenz: Anna Castells
TänzerInnen: Jefta Tanate, Julien Rossin, Lotta Sandborgh, Mikkel Tøttrup, Paula Niehoff
Original Musik: Joseph Baldomá
Lichtdesign: Zak Macro


Ca. 55 Min.

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