Landesjugendorchester NRW

Benjamin Britten:
Four Sea Interludes

Ralph Vaughan Williams:
The Lark Ascending für Violine und Orchester

Edward Elgar:
Enigma-Variationen op. 36

 

Eine raue Küste, Filmmusik und 14 Variationen: Unterschiedlicher könnte die englische Musik zu Beginn des letzten Jahrhunderts kaum sein. Ursprünglich als Zwischenspiele für seine Oper Peter Grimes komponiert, entscheidet sich Benjamin Britten dafür, die vier Sätze Dawn, Sunday Morning, Moonlight und Storm gesondert als Four Sea Interludes zu veröffentlichen. Wie an den Titeln bereits zu erkennen ist, handeln die Werke von der englischen Ostküste, die einen sehr stürmischen und rauen Charakter hat. Ebendiese Landschaft, in welcher Britten seine Kindheit verbrachte, inspirierte ihn zu seiner Oper.

Im zweiten Stück geht es in Richtung Italien. Die Wahlheimat des englischen Komponisten William Walton beeinflusste ihn bei der Entstehung seines Violinkonzerts, welches von dem berühmten Violinisten Jascha Heifetz in Auftrag gegeben wurde. Begleitet durch das Landesjugendorchester NRW übernimmt in diesem Programm Julia Becker - erste Konzertmeisterin des Tonhalle Orchesters Zürich und früher in selbiger Position Teil des Landesjugendorchesters - den Solopart. Aufgrund der Entstehung unmittelbar vor Beginn des zweiten Weltkriegs könnte man erwarten, dass sich dies auch in der Musik manifestiert. Die politischen Ereignisse hatten allerdings keinen merkbaren Einfluss auf das Werk, dafür aber die Filmmusik, welche ein Tätigkeitsbereich von Walton war. 

Das letzte Werk ist für dieses Programm namensgebend. Mit seinen Enigma-Variationen gibt Edward Elgar uns ein Rätsel auf, dessen Lösung bis heute noch unbekannt ist. Zu lösen gilt, welches größere Thema sich durch das gesamte Stück zieht. Musikalisch betrachtet sind 14 Variationen zu hören, die Menschen in seinem Umfeld beschreiben, inklusive Elgar selbst. Jedoch handelt es sich dabei nicht um »klassische« Portraits, sondern um persönliche Momente bzw. Situationen, welche musikalisch dargestellt werden.

Violine: Julia Becker
Leitung: Sebastian Tewinkel

Foto © Stefan Müller

Rudolf-Oetker-Halle
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