Bedrohung der Demokratie durch Zensur und Cancel Culture - heiße Luft oder echte Gefahr?

Ein Gespräch mit den Literaturwissenschaftler*innen Nikola Roßbach und Matthias Lorenz im ZiF

Die Diskussion um Zensur und Meinungsmacht ist seit einigen Jahren um einen Begriff reicher: Cancel Culture. Er bezeichnet den Versuch, missliebige Meinungen nicht durch kritischen Diskurs zu hinterfragen sondern durch administrative Maßnahmen oder fragwürdige Praktiken des Protestes zu unterdrücken. Aufgeregte Diskussionen gab und gibt es dazu in Deutschland in den Wissenschaften und in der Kultur. Mit viel medialer Aufmerksamkeit gründete sich hier das „Netzwerk Wissenschaftsfreiheit“, das Kartellbildung und Einseitigkeit in der Scientific Community beklagt. Kabarettist*innen wie Lisa Eckhart und Dieter Nuhr wurden wegen abweichender Meinungen von Veranstaltungen ausgeladen oder verschwanden zeitweilig von der Website der Deutschen Forschungsgemeinschaft.Das Zentrum für Ästhetik der Uni Bielefeld widmet sich dem Thema „Zensur“ seit Anfang 2020 und hat zu dieser Veranstaltung zwei ausgewiesene Expert*innen aus der Literaturwissenschaft eingeladen:
Die Germanistin Dr. Nikola Roßbach ist Professorin an der Universität Kassel. Neben vielen weiteren einschlägigen Publikationen erschien 2018 ihr Buch „Achtung Zensur! Über Meinungsfreiheit und ihre Grenzen“, das an der Uni Bielefeld im Rahmen des Programms „Eine Uni – ein Buch“ in unterschiedlichen Formaten diskutiert wird.
Dr. Matthias Lorenz, Professor an der Leibniz-Universität Hannover, forscht ebenfalls seit langem zur Zensur und widmet sich aktuell besonders dem Thema „Cancel Culture“.

ZIF
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