Top-Ten-Sommer-Tipps

Als Zentrum der Region lockt Bielefeld nicht nur zum Shopping und für Kultur-Erlebnisse an. Die Stadt bietet für einen Tagesbesuch auch viel zum Entdecken abseits der bekannten Orte und Pfade.

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Biele.Welt.Reise 2020 nach Japan

Was tun, wenn das Fernweh in diesem Sommer einfach zu groß wird? Dann geht's auf "Bieleweltreise" ins Teuto-Zentrum. Zum Beispiel nach Japan. 9.000 Kilometer entfernt vom Land der aufgehenden Sonne lassen sich in Bielefeld nicht nur Sushi und Ramen genießen. Mit dem japanischen Garten gibt es ein in Ostwestfalen-Lippe einmaliges Kleinod zu entdecken. Auch sonst verbindet Bielefeld und Japan mehr, als man auf dem ersten Blick denkt. 

Wer Abstand von Stress und Hektik sucht, sollte in den Stadtteil Bethel gehen. Dort befindet sich der Japanische Garten (Quellenhofweg 125) – einer der außergewöhnlichsten Orte der Stadt. Es ist ein Trockenlandschaftsgarten, ein "karesansui". Auf 1.000 Quadratmetern wurden 70 Tonnen Fels und Kies verbaut sowie Gehölze und Stauden gepflanzt. 

Was meist für Erstaunen sorgt: Solche Gärten werden mit tiefer Liebe zum Detail als Gesamtkunstwerke angelegt, gehegt und gepflegt. Und normalerweise nicht betreten. Das hölzerne Eingangstor wird nur zu besonderen Anlässen geöffnet. Stattdessen wandelt man "in Gedanken" hindurch. Und erlebt so eine echte Begegnung mit japanischer Kultur und Denken. 

Bielefeld und Japan: Eine weitere sinnliche Verbindung geht durch den Magen: Abseits von "All-you-can-eat"-Asia-Buffets haben sich in der Innenstadt eine Handvoll Restaurants mit authentischer Küche etabliert - etwa "Kado Sushi" (Arndtstraße 10), "S'j Ramen" (Arndtstraße 9), "Kometsu" (Oberntorwall 3a) und "meiwei" (Münzstraße 5). 

Eines der ältesten Zeugnisse für Kontakte zwischen Bielefeld und Japan ist übrigens eine Postkarte, die ein japanischer Gast 1903 seiner Frau aus Bethel schickte. 1993 war das japanische Kaiserpaar zu Gast in der Stadt. Die Deutsch-Japanische Gesellschaft Bielefeld knüpft seit 1989 aktiv Verbindungen nach Fernost. 

Wer Lust hat, die japanische Seite der Stadt kennenzulernen, kann in diesem Sommer eine "Biele.Welt.Reise 2020" buchen, die sich mit Sonderangeboten von Bielefelder Hotels kombinieren lässt. 

www.bielefeld.jetzt/bieleweltreise

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Gedenkstein an die Bielefeld-Verschwörung

Mit der Kampagne „Die #Bielefeldmillion – Das Ende einer Verschwörung“ nahm die Stadt die „Bielefeld-Verschwörung“ („Bielefeld gibt es gar nicht“) humorvoll aufs Korn – passend zum 25-jährigen Jubiläum der Satire, die 1994 im Internet veröffentlicht wurde. Die Millionen-Offerte der Stadt verbreitete sich weltweit über die sozialen Medien. Rund um den Globus berichteten Medien wie die „The New York Times“, „BBC“ und „The Guardian“. Auch in Japan, China, Indien, Kanada, Mexiko, Australien, Neuseeland und vielen anderen Ländern wurde über den Bielefelder Marketing-Coup geschrieben. Allein im deutschsprachigen Raum verzeichnete Bielefeld Marketing rund 2.700 Medienberichte. 43 Prozent aller deutschen Erwachsenen wurden mit der Kampagne erreicht – das entspricht 30,4 Millionen Menschen.

2.000 Menschen beteiligten sich mit humorvollen Beweisversuchen. Neben Gedichten, Kinderbildern, Comics und Videos gingen auch vermeintlich wissenschaftliche Beweise ein. Teilnehmer bedienten sich dafür an Argumenten aus Mathematik, Physik, Logik und Geschichte. Das Stadtmarketing machte sich daraufhin den Spaß, auch diese vermeintlichen Beweise gemeinsam mit Wissenschaftlern von der Universität Bielefeld und vom Stadtarchiv Bielefeld zu „entkräften“.

Das Ergebnis: Natürlich konnte kein Beweis standhalten. Aber wer hätte das auch bezweifeln wollen? Die Enthüllung des 600 Kilogramm schwere Gedenksteins – zur Erinnerung an „Das Ende der Bielefeld-Verschwörung“ – lockte wieder alle großen deutschen Fernsehsender in die Stadt. Der Findling erinnert jetzt auch an wirklich außergewöhnliche Tage für die Stadt im weltweiten Rampenlicht.  

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Foto: Sarah Jonek
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Rund um den Obersee

Wenn es warm ist, zieht es auch die Bielefelder ans Wasser – an den Obersee im Norden der Stadt. Entspannung pur - nicht weit vom Zentrum entfernt und bequem mit dem Fahrrad durch die Grünzüge erreichbar. Der Obersee und das östlich angrenzende Johannisbachtal gehört neben dem Teutoburger Wald zu den schönsten Naherholungsgebieten der Stadt.

Mit einer Fläche von 13 Hektar ist der See als das größte Gewässer Bielefelds nicht nur ein Anziehungspunkt für Erholungssuchende, sondern auch für Wasservögel wie den Höckerschwan, den Haubentaucher sowie verschiedene Enten- und Gänsearten. Zwei Inseln bieten den Wasservögeln auch sichere Brut- und Schlafplätze. 

Von der Aussichtsplattform am Nordufer lässt sich die Vogelwelt toll beobachten. Mit etwas Glück bekommt man Nilgänse und Eisvögel zu Gesicht, zu Gast ist gern der Silberreiher und seltener der Fischadler. Ein eigens im See verankertes Brutfloß bietet seit 2011 Wasservögeln zusätzlich die Möglichkeit, ungestört zu brüten. Das Gewässer selbst bleibt den Tieren vorbehalten, Schwimmen und Baden ist nicht erlaubt. 

Ein Spaziergang rund um den See führt südlich und westlich durch eine Grünanlage. Für die Besucherinnen und Besucher des Gebietes sorgen im Umfeld der rustikalen Fachwerkgastronomie „Seekrug” mit Biergarten, ein Minigolfplatz, zwei große Spielplätze, ein Beachvolleyball-Areal, ein Kettcar-Verleih und ein Grillplatz für Abwechslung.

Der „Seekrug“ gehört übrigens zum deutschlandweiten Netzwerk von Vorzeigeadressen für Wanderer und wurde gerade erst als „Qualitätsgastgeber Wanderbares Deutschland“ zertifiziert. Man kann dort einen besonderen Service bekommen, zum Beispiel kann bei einer Pause auch mal nasse Kleidung getrocknet werden, es gibt eine Wanderer-Apotheke und die Mitarbeiter im Café haben viele Tipps auch für Ortsunkundige auf Lager.

 

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Foto: Phillipp Neumann
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Ticket to Scotland, please!

Ein Regentag im Sommer? Perfekt! Denn was wäre bitteschön britischer als feuchtes Wetter, dass sich manchmal eben um den Teutoburger Wald legt? Da bietet sich doch ein Ausflug zur "Sparrenburg Castle" und in die "Highlands" an, die in Bielefeld passenderweise auch noch fußläufig zur Innenstadt liegen. "Welcome to Scotland!" Das emotionale Reisepaket gegen den Brexit-Schmerz.   

Der "Kilt", der typische Schottenrock, ist an der Sparrenburg übrigens eigentlich gar nicht so selten. In normalen Sommern gibt es das karierte Kleidungsstück während des Sparrenburgfestes en Masse zu sehen. Das bunte Mittelalter-Festival kann diesen Sommer wegen Corona leider nicht stattfinden, dafür bietet die Tourismusabteilung von Bielefeld Marketing in den Sommerferien aber eine echte Portion "Scotland-Feeling".

Bei einer Burgführung auf der Sparrenburg werden die Gäste stilecht begrüßt und natürlich steht landestypisches Essen mit "Fish & Chips" auch auf dem Programm.

Wer die steilen Festungswände hinabschaut, kann sich in Gedanken in die Welt von "Braveheart" versetzen lassen. Und mit einem Gespenstermärchen in den Katakomben lässt sich die "Biele.Welt.Reise 2020" nach Schottland perfekt abrunden.

www.bielefeld.jetzt/bieleweltreise

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Kuchen im Bauernhausmuseum

Der Weg zum Bauernhausmuseum lohnt sich nicht nur wegen des Spaziergangs durch den Stadtwald, sondern auch für die anschließende Belohnung: die herrlichen Kuchen und Torten im Museums-Café. Das Bauernhausmuseum gehört zum „Sonntags-Dreieck“ für viele Spaziergänger und Stadtflüchter: Museum, Johannisberg und Tierpark Olderdissen liegen allesamt in direkter Nachbarschaft und wunderbar eingebettet in den Teutoburger Wald.  

Während der kostenlose Tierpark Olderdissen mit mehr als 450 Tieren der absolute Renner vor allem für Familien ist, liegt das Bauernhausmuseum etwas abseits auf der Ochsenheide und verspricht auch an Wochenenden entspannte Ruhe. Drumherum bieten sich eine Vielzahl an Routen zum Spazierengehen. Von Bänken aus kann man entspannt in die geschwungene Landschaft blicken – und vergisst völlig, dass man gerade einmal zehn Minuten raus ist aus der 340.000-Einwohner-Stadt. 

Das Bauernhausmuseum zählt übrigens zu den ältesten Freilichtmuseen Westfalens. Auf dem Gelände erlebt man, wie die Menschen vor 150 Jahren auf dem Land gelebt haben. Besonders sehenswert sind die wunderbar restaurierten Gebäude, die aus anderen Orten in der Region stammen – allen voran die markante Bockwindmühle aus dem Jahr 1686 und der Hof Möllering aus dem Jahr 1590.

Auf dem Gelände finden Spaziergänger und Wanderer das beliebte Bauernhaus-Café, in dem jeden Tag frisch Torten und Kuchen gebacken werden. Wer nur ins Café möchte, braucht den Eintritt ins Museum (Erwachsene 4 Euro, Kinder 2 Euro) nicht zu zahlen. Das Café befindet sich in einer historischen Scheune und ist allein schon wegen der urigen Atmosphäre ein echtes Kleinod. Bei gutem Wetter sitzen die Besucher im Freien in der Sonne. 

Das Café gehört übrigens zum deutschlandweiten Netzwerk von Vorzeigeadressen für Wanderer und wurde gerade erst als „Qualitätsgastgeber Wanderbares Deutschland“ zertifiziert. Man kann dort einen besonderen Service bekommen, zum Beispiel kann bei einer Pause auch mal nasse Kleidung getrocknet werden, es gibt eine Wanderer-Apotheke und die Mitarbeiter im Café haben viele Tipps auch für Ortsunkundige auf Lager.

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Internationale Genussreise

Burger, Sushi, Curry… In Bielefeld ist in den letzten Jahren die Gastronomie-Szene förmlich explodiert. In der Innenstadt findet man Restaurants und Imbisse mit Essen aus aller Welt. Zu den spannendsten Flecken abseits der normalen Passantenströme zählt das Areal rund um den Emil-Groß-Platz am nördlichen Ausgang der Fußgängerzone – nur ein paar Meter entfernt von der Karstadt-Ecke. 
 

Was einmal Anfing mit ersten Pionieren in dieser Gegend – wie etwa der Bar „Mellow Gold“ und dem Café „Mokkaklatsch“ – hat sich inzwischen zur Lieblingsadresse vieler „alternativer“ Bielefelder entwickelt. Hier lässt es sich abends wunderbar aushalten – und dabei einfach Menschen beobachten. 

Kulinarisch bietet die Ecke gleich zwei spannende Restaurants mit japanischer Küche – das „Kado Sushi“ als einer der Vorreiter für asiatische Küche in Bielefeld und seit neuestem das „SJ Ramen“, das einem das Gefühl verleiht, seine Nudeln wie in Osaka zu genießen. Wer auf Burger – in allen erdenklichen kreativen Variationen steht – wird in der „Wilden Kuh“ glücklich, die den Boom für „alternative“ Burger-Angebote auch nach Bielefeld brachte. 

Inzwischen werden Fans der dampfenden Brötchen – wahlweise mit Fleisch oder eben in der vegetarischen Variante – an vielen Orten in der Innenstadt fündig, etwa nebenan im „WOBU“, das neben amerikanischer Küche auch asiatische Gerichte wie Currys anbietet. Weiter auf der Landkarte: Das „Piro“ zählt zu den etabliertesten Restaurants mit orientalischer Küche in der Stadt. Die „Frittenbude“ verkauft Pommes mal ganz anders – in bunten Mixturen, inspiriert von internationalen Küchen.        

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Bummeln durch die Altstadt

Hinter den prägnanten Giebel der Häuser am Alten Markt und etwas abseits der großen Einkaufsstraßen wartet das lebendige Viertel rund um den Gehrenberg mit kleinen Gässchen, vielen inhabergeführten Läden, Cafés und Restaurants.   

Die Straße am Gehrenberg führt direkt in die Bielefelder „Neustadt“, die in direkter Nachbarschaft zur Altstadt, dem beliebten Shopping- und Ausgehviertel, liegt. In der Neustadt geht alles etwas ruhiger vonstatten und bei einem Bummel lassen sich viele spannende Ecken erkunden. Altstadt und Neustadt waren übrigens bis ins 16. Jahrhundert zwei voneinander unabhängige Städte mit eigener Verwaltung. Es gab also zwei Städte "Bielefeld". Sie wuchsen erst allmählich zusammen, bis sie im Jahr 1520 endgültig zu einer Stadt vereinigt wurden.  

Für den Spaziergang kann man sich zunächst mit einem Kaffee „to go“ ausrüsten – zum Beispiel auf der „Kaffeemeile“ am Gehrenberg, an der zum Beispiel das „Thumel 1504“ und das „M Kaffee“ liegen. Hier zaubern Barista die Kreationen mit Koffein und Milchschaum in den Becher. Oder man startet am urigen „Cafe Schlösschen“ am Niederwall. So gestärkt lässt sich ein kleiner Bummel entlang der vielen kleinen Läden gut an.  

Bei einem Rundgang stößt man auf den Park der Menschenrechte, der nach einer Sanierung 2017 neu eingeweiht wurde. Durch die Grünanlage fließt die freigelegte Lutter. Außerdem findet man dort seit dem Herbst 2019 das Bielefelder „Ich-Denkmal“. Das Denkmal besteht aus einem Sockel aus rotem Eifelsandstein, der ohne Statue aufgestellt wird. Statt Personen der Zeitgeschichte auf ein Podest zu heben, können sich jeder selbst daraufstellen und als Kunstwerk präsentieren.

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Foto: Patrick Piecha
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Industrie-Kultur abseits des Ruhrgebiets

Was im Ruhrgebiet Kohle und Stahl bewirkten, das übernahmen in Bielefeld die Textilien. Die „Leineweberstadt“ wuchs im 19. Jahrhundert zu einem Industriezentrum, dessen Spuren noch heute das Stadtbild mit markanten Bauwerken prägen. Für einen spannenden Spaziergang durch die Bielefelder Industriegeschichte startet man am besten im Ravensberger Park.

Im Ravensberger Park ragt die die Ravensberger Spinnerei in den Himmel, die im
19. und frühen 20. Jahrhundert zu den größten Flachsspinnereien Europas zählte. Tischdecken und Bettwäsche, Hemden und Krageneinsätze zählten zu den beliebtesten Artikeln aus dem hier produzierten Bielefelder Qualitätsleinen. Längst drehen sich keine Spindeln mehr in diesem Gebäude, aber eine große Bedeutung für die Stadt hat es wie eh und je: Die Ravensberger Spinnerei beherbergt heute die Volkshochschule und dient als Kultur- und Veranstaltungszentrum mit einem vielseitigen Programm.

Direkt nebenan befindet sich das Historische Museum der Stadt. Hier werden die Geschichte Bielefelds und seiner Region anschaulich und lebendig gezeigt. Von der frühen vorstädtischen Besiedlung bis in die Gegenwart ist dokumentiert, wie die Menschen gearbeitet und gelebt haben. Schwerpunkt ist das Industriezeitalter, das vor 150 Jahren in Bielefeld begann und die Stadt und ihr Umland am nachhaltigsten prägte.

Besucher können die Geschichte des Parks auch auf eigene Faust mit einer kostenlosen Audio-Tour auf dem Smartphone erleben. An sechs verschiedenen Stationen wird die Lebensgeschichte des Areals erzählt. Man lauscht den fiktiven Dialogen zwischen historischen Persönlichkeiten, die die Entwicklung des Parks maßgeblich beeinflusst und geprägt haben. 

 

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Sonnetanken im Bielefelder Kiez

Wenn eine Stadt Berlin ist, dann ja wohl Bielefeld! Der selbstironische Spruch ist alt. Doch in der Nähe des Bahnhofs versprüht Bielefeld echten Kiez-Flair. Ein Besuch im Bielefelder „Westen" lohnt sich. Kleine Läden, Cafés, Kneipen, der Siegfriedplatz, das Stadion der Arminia, Gründerzeitvillen und Altbaustraßen – alles mischt sich in diesem Viertel. 

Der „Westen“ gilt als das klassische Studierendenviertel in Bielefeld. Wer die Arndtstraße entlang schlendert, läuft an einem kleinen Blumenladen vorbei, an einem Buchladen für Kinder, einem Antiquariat, dem Änderungsschneider des Viertels und vielen weiteren kleinen Läden und Betrieben. Darunter mischen sich Cafés und Kneipen. 

Direkt nebenan war die Unterführung unterhalb des wuchtigen Ostwestfalendamms lange Jahre wie ein blinder Fleck der Stadt. Wenig Gehminuten vom Bahnhof entfernt erwachte dieser Straßenzug ab 2010 zum Leben. Der „Initiative Bielefelder Subkulturen“ gründete sich, um urbanen Kunst- und Kulturformen in Bielefeld Raum zu geben. Noch im gleichen Jahr eröffnete das „Nummer zu Platz“ als Veranstaltungsort, zwei Jahre später nebenan die Bar „Cutie“ und es entstand ein echter Szene-Treffpunkt an der Grenze zwischen Innenstadt und dem Bielefelder Westen. 

Das Zentrum des Westens ist der Siegfriedplatz – von allen nur liebevoll „Siggi“ genannt. Das Stadion von Arminia Bielefeld liegt in Sichtweite die Rolandstraße herunter. Auf dem Siggi werden bei gutem Wetter die Bierzelt-Garnituren an der „Bürgerwache“ sowie direkt gegenüber an der Tram – einer zur Bar umgebauten historischen Stadtbahn – aufgestellt. Generationen von Studierenden haben ihre Sommerabende in Grüppchen sitzend auf den warmen Pflastersteinen des Platzes verquatscht.   

Wer Lust hat auf spannende Geschichten aus dem Viertel, dem sei die „Kieztour“ ans Herz gelegt – eine alternative Stadtführung durch den Westen. Hier geht’s um Fußball, Beton, Kneipenkult, Street Art, Kunst und Lebensgefühl. 

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Foto: Sarah Jonek
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Auf Kulturreise durchs Kunstdreieck

Am Ausgang der Bielefelder Altstadt trifft man auf den Bielefelder Skulpturenpark. Das großzügig angelegte Areal ist ideal für eine inspirierende Pause unter freiem Himmel. Ein elegantes, schmales Wasserbecken und schlaufenförmige Wege laden zum Flanieren ein. Der Park bildet auch das Zentrum des Bielefelder Kunstdreiecks – einem der spannendsten Orte der Stadt für Kulturfreunde.

Zum Bielefelder Kunstdreieck gehören die Kunsthalle Bielefeld, dessen markanter Bau am Kopfende des Skulpturenparks liegt, das Kunstforum Hermann Stenner in einer klassizistischen Villa und der Bielefelder Kunstverein im Waldhof. Vor einem Besuch sollte man sich unbedingt auf den Internetseiten der Häuser über die aktuellen Öffnungszeiten informieren. 

Die Kunsthalle Bielefeld ist der deutschen und internationalen Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts gewidmet. Als Architekturdenkmal vereint sie die Funktion eines Museums mit eigener Sammlung und eines Ausstellungshauses mit jährlichen Wechselausstellungen. Erbaut von dem großen amerikanischen Architekten Philip Johnson in den Jahren 1966-68 ist die Kunsthalle einer der bedeutendsten Museumsbauten der Nachkriegszeit.

Das Kunstforum Hermann Stenner lädt zur offenen Begegnung mit der bildenden Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts ein. Ausgangspunkt dafür ist der in Bielefeld geborene Künstler Hermann Stenner (1891–1914) als Vertreter der Klassischen Moderne. Das Kunstforum versteht sich auch als Ort des Lernens sowie als Forum für vielfältigen Austausch. Die Wurzeln des Hauses liegen im bürgerlichen Engagement in der Tradition des Bielefelder Museumswesens.

Seit 1929 widmet sich der Kunstverein Bielefeld der Förderung von Gegenwartskunst und reflektiert aktuelle gesellschaftliche Fragestellungen. Seine Heimat ist der historische Waldhof, der in der Spätrenaissance erbaut wurde. Einer der der ältesten Höfe in Bielefeld bietet Raum für ästhetische Experimente und neue Sichtweisen. 

 

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