„Bergmannsweg Kirchdornberg“ zeigt Spuren des Bergbaus in Bielefeld
Rundwanderweg als „Qualitätswanderweg Wanderbares Deutschland – Kulturerlebnis“ ausgezeichnet
Wo heute idyllische Wege durch die Bielefelder Landschaft am Fuße des Teutoburger Waldes führen, wurde einst Steinkohle abgebaut: Der „Bergmannsweg Kirchdornberg“ führt zwischen dem Kirchdornberger Ortskern und dem Bußberg durch eine Landschaft, die vom historischen Steinkohlebergbau geprägt wurde. Der Themen-Rundwanderweg ist fünf Kilometer lang. Eine kürzere, drei Kilometer lange und steigungsärmere Variante ist durch eine Verbindung auf Höhe des Wanderparkplatzes Schwedenfrieden möglich. Der Bergmannsweg wurde jetzt während der Tourismus- und Freizeitmesse „Caravan Salon“ in Düsseldorf vom Deutschen Wanderverband ausgezeichnet.
Sechs Themenstationen informieren über die Geschichte des Steinkohlebergbaus und die Erdgeschichte der Region. Ergänzend erzählen Audioangebote, die über QR-Codes mit dem Smartphone abrufbar sind, von der Vergangenheit des Ortes. Ein besonderer Höhepunkt ist die „Fern-Seh-Station“ am Bußberg. An der sogenannten Schwedenschanze eröffnet sich von der Kaiser-Friedrich-Gedächtnishütte ein weiter Blick über das ehemalige Bergbaugebiet und das Ravensberger Hügelland bis zum Wiehengebirge.
Hörerlebnis für Familien
Zwei Hörspiele machen die Geschichte der Landschaft hörbar. Hier verläuft zudem der bekannte Fernwanderweg Hermannsweg. Auch für Familien hält der Bergmannsweg ein besonderes Angebot bereit: In einer Hörgeschichte begleitet der kleine Max im Jahr 1786 seine Mutter zum Kohlebergwerk, um dem Vater – einem Bergmann – das Mittagessen zu bringen. Unterwegs entdeckt er die Welt des damaligen Bergbaus aus seiner eigenen Perspektive.
Der Bergmannsweg wurde auf Initiative des Heimatvereins Dornberg und der Bezirksvertretung Dornberg gemeinsam mit dem Umweltamt der Stadt Bielefeld, der Universität Bielefeld und Naturpark TERRA.vita entwickelt. Er trägt nun das Prädikat „Qualitätswanderweg Wanderbares Deutschland – Kulturerlebnis“. Die Zertifizierung haben Bielefeld Marketing und das Umweltamt gemeinsam angestoßen und wurden dabei vom Teutoburger-Wald-Verband e.V. unterstützt, der sich auch um die Pflege des Weges kümmert.
Neben dem Bergmannsweg wurde von den Prüfern des Deutschen Wanderverbandes außerdem der 2020 bereits ausgezeichnete Qualitätswanderweg „Von Burg zu Berg“ erneut zertifiziert. Der in der Kategorie „Stadtwanderung“ ausgezeichnete Rundweg verbindet auf knapp sieben Kilometern viele Höhepunkte am Bielefelder Pass des Teutoburger Waldes. www.bielefeld.jetzt/wandern
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Schwarze Wegweiser führen entlang des frisch ausgezeichneten Qualitätswanderweges „Bergmannsweg Kirchdornberg“ zu sechs Themenstationen, die über die Geschichte des Steinkohlebergbaus informieren.
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Vom Bergmannsweg eröffnet sich ein weiter Blick über das ehemalige Bergbaugebiet und das Ravensberger Hügelland bis zum Wiehengebirge.
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