Capyttel-Abend mit neuem Bethel-Vorstandschef
Verkehrsverein Bielefeld empfängt Pastor Dr. Bartolt Haase als Gastredner im Alten Rathaus
Traditionell findet der Capyttel-Abend des Bielefelder Verkehrsvereins am Vorabend von Christi Himmelfahrt im Rochdale-Saal des Alten Rathauses statt. Rund 100 Gäste aus Stadtgesellschaft, Wirtschaft, Gesundheitswesen, Politik und Kultur sind der Einladung gefolgt, um die historische Tradition des „ehrbaren Mahls“ zu pflegen und sich über aktuelle Themen der Stadt auszutauschen. Verkehrsvereinsvorsitzende Ursula Pasch und Geschäftsführer Martin Knabenreich begrüßten als Gastredner Pastor Dr. Bartolt Haase, Vorstandsvorsitzender der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel.
Traditionsreich und deftig
Seit 1981 führt der Verkehrsverein mit dem Capyttel die Tradition der Höker-Gilde fort. Bereits im 15. Jahrhundert treffen sich Kaufleute, Ratsherren und Vertreter der Zünfte zu einem gemeinschaftlichen Mahl, um lokale Entwicklungen zu diskutieren und Netzwerke zu pflegen. Bis heute gehören westfälischer Bohneneintopf, Rote Grütze und Gespräche über Bielefeld fest zum Capyttel-Abend.
In ihrer Begrüßung zieht Ursula Pasch einen ungewöhnlichen Vergleich: „Was haben Manhattan, Montmartre und Bethel gemeinsam?“ Alle drei Orte seien weit über ihre Städte hinaus bekannte Stadtteile mit starker Identität und großer Strahlkraft. „Bethel ist vielfältig, bunt und prägend für Bielefeld. Bethel ist auch gewissermaßen der soziale Kompass unserer Stadt“, sagt Pasch.
Mit Blick auf die Geschichte Bethels erinnert sie daran, dass die von Bodelschwinghschen Stiftungen heute mit mehr als 24.000 Mitarbeitenden das größte Sozialunternehmen Europas und zugleich der größte Arbeitgeber Bielefelds sind. Gleichzeitig habe Bethel über Jahrzehnte eine eigene Identität bewahrt – mit vielen Besonderheiten wie dem „Bethel-Euro“, dem Radiosender Antenne Bethel, dem „Bethel-Jahr“ oder den vielfältigen sozialen und kulturellen Einrichtungen.
Vortrag über gesellschaftlichen Zusammenhalt
In seinem Vortrag spricht Pastor Dr. Bartolt Haase zum Thema „Bethel bei Bielefeld. Für Menschen da sein!“. „Bethel ist mitten in der Gesellschaft verankert – in Kultur, Kirche, Sport, Medien und im täglichen Zusammenleben vieler Menschen“, sagt Haase. Anhand verschiedener Beispiele aus dem Alltag der Stiftungen zeigt er, wie Bethel Begegnung, Teilhabe und gesellschaftlichen Zusammenhalt fördert.
Haase steht seit Januar 2026 als Nachfolger von Pastor Ulrich Pohl an der Spitze der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel. Der promovierte Theologe war zuvor unter anderem Theologischer Vorstand der Stiftung Eben-Ezer und gehört seit vielen Jahren dem Bethel-Verbund an.
Spenden für Bethel-Projekt „Mitten im Leben“
Nach dem Vortrag wird der herzhafte Bohneneintopf serviert. Wie schon im Mittelalter werden keine Eintrittsgelder erhoben, stattdessen wird um Spenden für einen guten Zweck gebeten. Der diesjährige Erlös kommt dem Jahresspendenprojekt „Mitten im Leben“ der Stiftung Bethel zugute. Das Projekt unterstützt Menschen mit Behinderungen dabei, möglichst selbstbestimmt und inklusiv zu leben. Gefördert werden unter anderem Begegnungsorte, Freizeitangebote und Unterstützungsangebote, die gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen und Einsamkeit entgegenwirken.
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Gemeinsam mit Oberbürgermeisterin Dr. Christiana Bauer (2. v. l.) begrüßten Verkehrsvereinsvorsitzende Ursula Pasch (r.) und Geschäftsführer Martin Knabenreich (l.) als Gastredner Pastor Dr. Bartolt Haase, den Vorstandsvorsitzenden der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel.
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