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Katharina Sykora, Braunschweig: Lächeln oder Die Einhegung von Ernst und Lachen
Norbert Elias-Lectures
Vortrag im Rahmen der Norbert Elias-Lectures
Prof.’in em. Dr.’in Katharina SykoraLächeln oder Die Einhegung von Ernst und LachenIm Zeitalter der Massenmedien scheint das Lächeln ubiquitär geworden zu sein. Die historische Perspektive ergibt ein anderes Bild. So tritt das Lächeln in Europa erst seit dem 13. Jahrhundert diskursiv, habituell und bildlich in Erscheinung und wird als Derivat des Lachens teils negativ besetzt. Seine positive Umdeutung durch höfische Schichten steht im Zeichen ausgefeilter Selbstdisziplinierung. Im aufsteigenden Bürgertum wird Lächeln zum klassenspezifischen Abgrenzungsmodus und erfährt geschlechtsspezifische Zuordnungen: Es wird weiblich und privat. Auch im fotografischen Zeitalter wird erst seit den 1920er Jahren Lächeln zur Norm. Doch auch sie erfährt Widerspruch: Künstler*innen treiben es zurück ins Groteske, und in der Street Culture bildet sich ‚Coolness‘ als Antilächeln heraus.
In Ergänzung zur Lecture findet am 14.01.2026 eine Master Class mit Professorin Katharina Sykora zum Thema Zerrbilder. Physiognomische und mediale Störungen im Fotoporträt statt.
Katharina Sykora ist Professorin i.R. für Kunstgeschichte. Nach ihrer Promotion zu Das Phänomen des Seriellen in der Kunst (1983) war sie u.a. als wiss. Mitarbeiterin am Feministischen Archiv und Dokumentationszentrum (Frankfurt/Main) tätig. Ab 1994 lehrte sie Kunstgeschichte an der Universität Bochum und an der HBK Braunschweig, an der sie zudem das DFG-Graduiertenkolleg „Das fotografische Dispositiv“ leitete (2013-2018). 2018 wurde sie Distinguished Harris Professor am Dartmouth College und 2021 mit dem Wissenschaftspreis der Aby-Warburg-Stiftung geehrt. Ihre Forschungen umfassen visuelle Konstruktionen von Geschlecht, Autorschaft und Affekten sowie die Wahrnehmung von Ordnungssystemen in Fotografie, Malerei und Film. 2007/08 erhielt sie die renommierte Forschungsförderung Opus Magnum der VW-Stiftung für ihre wegweisenden Bände zum Thema Die Tode der Fotografie.
Raum: X-E0-001