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ERÖFFNUNG und KONZERT | OPENING and CONCERT
Christian Naujoks
Der Kunstverein Bielefeld lädt Sie herzlich zur Eröffnung von Christian Naujoks' Ausstellung Kannst du hören, wie du hörst? Die Bewegung deines Trommelfells? Das Flirren mikroskopisch kleiner Härchen? am Freitag, den 9. Oktober 2026 um 19:00 Uhr im Kunstverein Bielefeld ein. Neben der Eröffnung wird ein Konzert des Künstlers um 20:00 Uhr stattfinden.
Christian Naujoks künstlerische Arbeit bewegt sich zwischen Musik, bildender Kunst und künstlerischer Forschung. Er entwickelt Arbeiten, die den Vorgang des Hörens in seiner Fragilität adressieren und Körper und Klang als prozessuales Ereignis erfahrbar machen. Dabei versteht der Künstler Komposition als ein erweitertes Arbeitsfeld, in dem sich räumliche und soziale Vorgänge in unterschiedlichen Medien und Situationen entfalten. Seine interdisziplinäre Arbeitsweise umfasst Soundinstallationen, Film, grafische und textuelle Notationen, skulpturale Arbeiten, Musikstücke sowie partizipative und performative Setzungen.
Für den Kunstverein Bielefeld entwickelt der Künstler eine neue mehrkanalige Soundarbeit und skulpturale Hörsituation, in der sich seine langjährige Auseinandersetzung mit minimalistischen und kammermusikalischen Formen und Fragen nach der Beziehung zwischen Körper, Klang und Raum verbinden. Die Arbeit untersucht den Übergang von Sprache in Musik sowie das Verhältnis von innerer und äußerer Wahrnehmung. Stimme, gesprochene Texte, Rhythmus und Klang werden zu kompositorischem Material und greifen ineinander über. Ein Interesse der Ausstellung liegt darin, wie sich Gehörtes im Körper festsetzt, erinnert und zu einer Spur werden kann.
Naujoks’ Auseinandersetzung mit dem Hören und Nicht-Hören setzt bei der Vielfalt individueller Hörerfahrungen an und öffnet den Blick für unterschiedliche Bedingungen und Möglichkeiten von Hörbarkeit. Diese Perspektive findet auch in einem eigens für die Soundarbeit entwickelten Text Ausdruck, der einer Denkbewegung folgt, die das Hören aus seinem gewohnten Verständnis herauslöst. Ausgehend vom Schall und den physischen Vorgängen des Hörens – dem Vibrieren der Luft, der Bewegung des Trommelfells, dem Flirren kleinster Härchen – führt er in das Innere von Hörerfahrung. Die Frage „Kannst du hören, wie du hörst?“ wird dabei zu einer Frage nach der Durchlässigkeit der Grenzen und den Übergängen des Zuhörens.
Die Ausstellung knüpft an die diesjährige Auseinandersetzung des Kunstvereins Bielefeld mit dem Sinnesorgan „Ohr“ an und führt die Recherche zu vielfältigen Formen des Hörens und zu sensorischer Vielfalt weiter.
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Kunstverein Bielefeld is pleased to invite you to the opening of the exhibition Can you hear yourself listening? The movement of your eardrum? The fluttering of the tiniest of hairs? by Christian Naujoks on Friday, October 9, 2026 at 7 PM at Kunstverein Bielefeld. Alongside the opening, the artist will give a concert at 8 PM.
Christian Naujoks’ artistic practice moves between music, visual art, and artistic research. He develops works that address the fragility of hearing and disclose experiences of body and sound as processual events. In this context, the artist approaches composition as an extended field in which spatial and social processes unfold across different media and situations. Naujoks’ interdisciplinary practice encompasses sound installations, film, graphic and textual notations, sculptural works, musical compositions, as well as participatory and performative settings.
For the Kunstverein Bielefeld, Naujoks has developed a new multi-channel sound work along with a sculptural listening environment. Here, the artist connects a long-standing interest in minimalist and chamber music forms to question of sound, space, and the body. The work explores the transition from language to music as well as the relationship between inner and outer perception. Voice, spoken texts, rhythm, and sound become compositional material, intertwining and flowing into one another. The exhibition explores how sounds settle in the body, persist in memory, and leave traces behind.
Naujoks’ engagement with listening and hearing begins with the diversity of individual auditory experiences and opens up a perspective on different conditions and possibilities of audibility. This perspective also finds expression in a text developed specifically for the sound installation, which follows a movement of thought that takes listening beyond its habitual understanding. Beginning with sound and the physical processes of hearing—the vibration of air, the movement of the eardrum, the fluttering of the tiniest of hairs—the text leads into the interior of auditory experience. The question “Can you hear yourself listening?” opens onto a broader inquiry into the permeability of boundaries and the transitions involved in listening.
The exhibition continues Kunstverein Bielefeld’s engagement this year with the sensory organ of the “ear” and extends its research into diverse forms of hearing and sensory diversity.
Grafik: Max Schropp
Infos
Eingang nicht barrierefrei | WC vorhanden
Kunstverein Bielefeld