11 Do
12 Fr
13 Sa
14 So
15 Mo
16 Di
17 Mi
18 Do
19 Fr
20 Sa
21 So
22 Mo
23 Di
24 Mi
25 Do
26 Fr
27 Sa
28 So
29 Mo
30 Di
31
1 Do
2 Fr
3 Sa
4 So
5 Mo
6 Di
7 Mi
8 Do
9 Fr
10 Sa
11 So
12 Mo
13 Di
14 Mi
15 Do
16 Fr
17 Sa
18 So
19 Mo
20 Di
21 Mi
22 Do
23 Fr
24 Sa
25 So
26 Mo
27 Di
28 Mi
29 Do
30
1 Sa
2 So
3 Mo
4 Di
5 Mi
6 Do
7 Fr
8 Sa
9 So
10 Mo
11 Di
12 Mi
13 Do
14 Fr
15 Sa
16 So
17 Mo
18 Di
19 Mi
20 Do
21 Fr
22 Sa
23 So
24 Mo
25 Di
26 Mi
27 Do
28 Fr
29 Sa
30 So
31
Christian Geissler - Anfrage
Lesung mit Leonore Franckenstein
Die literarische Bearbeitung der Frage: "Wie konnte das geschehen?“ fand nach 1945 im Westen nur zögerlich statt. Christian Geissler untersucht in seinem Romandebüt "Anfrage“ (1960) die Schuld der Väter am Holocaust und greift die "Wir haben von allem nichts gewusst“-Haltung der Adenauer-Ära an. "Anfrage“ wurde 1960 zum Bestsellererfolg. In seiner Radikalität war der Roman von Geissler seinerzeit beispiellos und sorgte für emotionale Betroffenheit, in allen Teilen der Gesellschaft. Interessant waren dabei Stilmittel und inhaltliche Pointierung.
Geisslers Vater war in der NSDAP, seine Mutter beschreibt er als "antinationalsozialistisch aus Kenntnis und Instinkt“. Rigoroser Antifaschismus wurde Christian Geisslers lebenslanges Credo. In einer Gesellschaft, in der die überlebenden Opfer der Nazis unerwünscht und alte Nazis in der Regierung sitzen, fragt Geissler (1928–2008, Schriftsteller, Filmemacher, Aktivist) nach der "Schuld des Verschweigens“ und der "Schuld der bequemen Ratlosigkeit“, nach der "Schuld der Nachlässigkeit im Denken“ und "der Unaufmerksamkeit aus Angst“. Geissler fordert Verantwortung und Konsequenzen.
Christian Geisslers Roman "Anfrage“ ist "leidenschaftlich, und rücksichtslos, radikal und aggressiv, zornig und hemmungslos“ (Marcel Reich-Ranicki, 1960), es "faucht und sticht“ (Ralph Giordano, 1960), und "zeichnet sich in der Tat durch einen heiligen Zorn aus“ (Ulrich Gutmair zur Neuausgabe mit einem Nachwort von Detlef Grumbach, taz 2023). Das Buch bringt uns noch heute in Rage und fordert uns auf zum Handeln! 2023 erschien eine Neuausgabe im Verbrecher-Verlag, Berlin.
Einführung und Moderation: Detlef Grumbach, Vorsitzender der Christian-Geissler-Gesellschaft e.V., Hamburg, Lesung: Leonore Franckenstein, Bielefeld
Eine Veranstaltung des Rosa-Luxemburg-Club, Bielefeld. Mit freundlicher Unterstützung der Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW e.V.
*Eintritt frei
Infos
mondo buchhandlung