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Prof. Dr. Oliver Razum: Migration, Flucht und gesundheitliche Ungleichheit
Forum Offene Wissenschaft
Die Vortragsreihe fragt, ob Ungleichheiten erwünscht, notwendig oder problematisch sind. Dieser Frage möchte ich mit Blick auf Migration, Flucht und Gesundheit nachgehen. Unterschiede zwischen Gruppen von Menschen sind offensichtlich: Lebenswege, Belastungen, Ressourcen und Erfahrungen unterscheiden sich, und das spiegelt sich auch in gesundheitlichen Problemen und Bedürfnissen wider. In einem ersten Schritt möchte ich zeigen, dass nicht jede Ungleichheit bereits eine nicht hinnehmbare Ungerechtigkeit darstellt.
In einem zweiten Schritt geht es darum, wann und wie gesundheitsbezogene Unterschiede problematisch oder inakzeptabel werden. Am Beispiel migrierter und geflüchteter Menschen zeige ich, dass gesundheitliche Ungleichheiten in Deutschland häufig nicht nur Ausdruck von Verschiedenheit sind, sondern auch mit ungleichen Chancen auf angemessene Versorgung einhergehen. Sprachliche Hürden, institutionelle Barrieren und rechtliche Einschränkungen können dazu führen, dass Menschen gesundheitliche Versorgung verspätet, erschwert oder gar nicht erhalten.
Mich interessiert besonders, wie solche Ungleichheiten entstehen und warum sie als Ungerechtigkeiten verstanden werden sollten. Ich vertrete dabei die These, dass gesundheitliche Versorgung ein Menschenrecht ist, in der Praxis jedoch häufig auf ein Bürgerrecht verengt wird. Der Vielfalt unserer Gesellschaft wird das nicht gerecht – mit negativen Folgen, die letztlich uns alle betreffen.
Raum: Y-0-111