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"Gott, Teufel, ich und die Welt"
Walter Spies - ein Künstler zwischen den Welten
Walter Spies war ein Ausnahmekünstler - vielseitig begabt, Maler, Musiker, Ethnograph und Brückenbauer. Er war Kosmopolit, ein Deutscher 1895 in Russland geboren, nach Deutschland vertrieben, aus Deutschland geflohen und schließlich auf Bali heimisch geworden. Er wollte frei von konventionellen Zwängen sein. Auf Bali fand er diese Freiheit. Er liebt die Balinesen und war von ihrer Kultur und ihren künstlerischen Ausdrucksformen fasziniert. Gerne lässt Spies sich von den Mythen und Legenden der Balinesen inspirieren, seine Bilder spiegeln diese Faszination wider. Dieser "Traum" wird durch die politische Realität der 30er Jahre allerdings zerstört. Als Homosexueller erst inhaftiert, dann als Deutscher von den Holländern interniert, stirbt er tragisch als Gefangener beim Untergang der Van Imhoff vor Sumatra 1942. So liest sich die Biografie des Malers und Musikers Walter Spies wie die durch ein Brennglas eingefangene wechselvolle Geschichte der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Ausstellung im Kunstraum Rampe, Neustädter Str. 9, Bielefeld
Infos
Stiftung Tri-Ergon Filmwerk