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Geschminktes und Ungeschminkter
Ein literarisch-musikalischer Blick in die Spieglein von gestern und morgen. Mit Beate Reker (Wort) und Harald Kießlich (Ton)
Spieglein, Spieglein an der Wand: wie sehe ich aus? Kann ich das tragen, steht mir das? Ist das eine Falte da auf der Stirn? Wo kommt die her, ist dagegen ein Kraut gewachsen?“
Der Wunsch nach Schönheit ist so alt wie die Menschheit. Vielleicht auch, weil sie das Überleben leichter macht, denn eingebrockt hat ihn uns wahrscheinlich die Evolution.
Also schauen wir in die Spiegel unterschiedlicher Zeiten, und auf das Bild, das sie zurückwerfen, um zu sehen, was schön ist und mit welchen Mitteln wir versuchen, den Wunsch zu verwirklichen. Und dabei stellen sich viele Fragen: Was empfinden wir als schön und warum? Was sagt die Attraktivitätsforschung?
Wie kam Sissi zu ihrer Wespentaille, wie sinnvoll sind Diäten und wie weit wollen wir gehen, um die Vergänglichkeit der Schönheit zu bekämpfen? Hören Sie die tragische Geschichte von Adela, der schönsten Frau der Welt, außerdem weiß Ildikó von Kürthy einiges dazu sagen.
Unsere tierischen Freunde haben ähnliche Sorgen: Welche Problemzonen machen Rhinozeros, Schwan und Lurchin zu schaffen? Folgen Sie Fritz Eckenga auf die „Schönheitsfarm der Tiere“. Arthur Miller berichtet über die Wirkung von Marilyn Monroes Schönheit auf die Männer.
Das englische Parlament hatte – zumindest 1770 – Angst vor dem Einfluss schöner Frauen und erließ eine Verordnung zum Schutz der Männer, in der Frauen so einiges unter Strafandrohung verboten wurde.
Wir stehen mit Kurt Tucholsky vor unserem Kleiderschrank und haben – natürlich – nichts anzuziehen. Da passt es gut, dass Joachim Ringelnatz ein Loblied auf die Mode singt und uns ermuntert, in ihre farben- und formenprächtige Welt einzutauchen.
Beate Reker hält uns den Spiegel vor. Harald Kießlich begleitet sie dabei auf dem Akkordeon
Oben im Ostmannturm
Hanns-Bisegger-Straße 7
Freitag, 25. September
Beginn: 21:00 Uhr, Einlass ab 18:30 Uhr
Anmeldung unter ostmannturm@outlook.com
Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten