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Alberto Giacometti
Die Erscheinung des Menschen in der Distanz des Raumes, Vortrag von Dr. Frank Duwe, Bielefeld
Alberto Giacometti zählt zu den herausragenden künstlerischen Persönlichkeiten der Moderne in ihrer klassischen Phase zwischen den Weltkriegen, aber auch der Nachkriegszeit bis in die 1960er Jahre. Aus dem italienisch sprachigen Bergell stammend, wendet er sich früh der Kunstmetropole Paris zu, wo er alsbald in den Sog der verschiedenen Avantgardeströmungen eintaucht. Sein Werk ist im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts zunächst durch eine persönliche Auseinandersetzung mit der Welt des Kubismus und Surrealismus geprägt. Die daraus hervorgehenden Formensprachen spielen für seine künstlerische Entwicklung eine zentrale Rolle. Seine erste Werkphase kann als surrealistisch im besten Sinne des Wortes bezeichnet werden. Erst mit Beginn des zweiten Weltkriegs bildet sich zunehmend der persönliche Stil Giacomettis heraus, so wie wir ihn kennen und durch den er berühmt wurde: menschliche Figuren, die auf dünne, überlängte Körper reduziert werden, mal schreitend – mal stehend, mal winzig klein - mal lebensgroß. Das grundlegende Thema, das Giacometti von nun an umtreibt und ihn nicht zur Ruhe kommen lässt, ist die Frage nach der Erscheinung der menschlichen Figur im Raum und deren angemessene künstlerische Darstellung. Neben dem bildhauerischen soll im Rahmen des Vortrags auch das beachtliche zeichnerische Werk dieses bedeutenden Künstlers gewürdigt werden.
Infos
Ravensberger Park 1
33607 Bielefeld
Deutsch-Italienische Gesellschaft Bielefeld/digbielefeld.de