21 Mi
22 Do
23 Fr
24 Sa
25 So
26 Mo
27 Di
28 Mi
29 Do
30
1 Sa
2 So
3 Mo
4 Di
5 Mi
6 Do
7 Fr
8 Sa
9 So
10 Mo
11 Di
12 Mi
13 Do
14 Fr
15 Sa
16 So
17 Mo
18 Di
19 Mi
20 Do
21 Fr
22 Sa
23 So
24 Mo
25 Di
26 Mi
27 Do
28 Fr
29 Sa
30 So
31
1 Di
2 Mi
3 Do
4 Fr
5 Sa
6 So
7 Mo
8 Di
9 Mi
10 Do
11 Fr
12 Sa
13 So
14 Mo
15 Di
16 Mi
17 Do
18 Fr
19 Sa
20 So
21 Mo
22 Di
23 Mi
24 Do
25 Fr
26 Sa
27 So
28 Mo
29 Di
30
Lev Tolstoi und Peter Tschaikowsky -Stimmen der Menschlichkeit
Konzert und Lesung
Paul Mertens lädt uns ein, mit ihm zusammen eine spannende musikalische und literarische Reise zu erleben.
Mehr als die politischen und militärstrategischen Bedingungen des Krieges und jeder Unmenschlichkeit beschäftigten den russischen Schriftsteller und Pazifisten Lev Tolstoi (1828-1910) die Vorgänge im Erleben des Einzelnen. Was ist es, das ihn motiviert und befähigt, völlig an seinem Gewissen vorbei die schlimmsten Verbrechen zu begehen.
Staat und Kirche schaffen maßgeblich den gesellschaftlichen Rahmen dafür. Tolstoi redet und schreibt nicht aus der Theorie. Er hat als junger Mann den Krieg erlebt und realistisch beschrieben. Sein Leben lang ist er sein Thema – bis zu seiner Schrift "Rede gegen den Krieg“ (1909). Wer Tolstois Texte heute liest, wird über ihre Aktualität erschrecken.
Peter Tschaikowsky verfolgte immer aufmerksam das politische Geschehen in seiner Zeit. Ein anderes als das zaristische Staatssystem konnte er sich nicht vorstellen. Dennoch kannte er die westliche Welt bestens: Musik, Literatur, Zeitungen; er reiste oft nach Italien, Deutschland, Frankreich, war einmal sogar in die USA eingeladen. Vladimir Putin instrumentalisiert den Komponisten für seine orthodox-nationalistische imperiale Politik. Zar Alexander III., der Tschaikowsky förderte und Tolstoi zensierte, bekommt von Putin ein Denkmal gesetzt – von der russisch-orthodoxen Kirche geweiht.
Tolstoi und Tschaikowsky kannten sich gut, schätzten sich gegenseitig sehr und stehen bis heute für eine große Kultur von Weltrang. Tolstoi spielte Tschaikowskys Musik auf dem Klavier; Tschaikowsky las dessen Romane. Beide können uns heute helfen, Menschlichkeit und Frieden, trotz allem Furchtbarem in der Welt, für eine realistische Option zu halten.
Klavier: Paul Mertens
Eintritt frei -- um Spenden wird gebeten
Infos
Güsenstr. 22
33602 Bielefeld
Fr. 16-18 Uhr,
Sa. 11–18 Uhr
Ev. Reformierte Gemeinde Bielefeld und Versöhnungsbund, Ortsgruppe Bielefeld