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Der rote Wal
Möglichkeiten und Grenzen politischer Haltung
Ein deutsches Herbstmärchen
Texte von Markus Winter nach einer Geschichte von Markus Winter und Martin G. Berger / In deutscher Sprache mit Übertiteln
Wofür lohnt es sich, zu kämpfen? Und wie? Isi besucht eine Theateraufführung über die Rote Armee Fraktion. Alles überlagert sich. Namen erscheinen wie Chiffren der Geschichte: Andreas Baader, Ulrike Meinhof, Gudrun Ensslin …
Gladis ist ein Wal. Ein Orca. Ist sie jene Wal-Dame, die Luxusyachten und Kreuzfahrtschiffe rammt? Sie schwört: »Ich will Rache!« und gibt eine ihrer Flossen, um für nur 24 Stunden ein Mensch zu sein … Stimmen der RAF brechen herein, Nachrichtenfetzen, Zwischenwelten, Leviathane, Abad und Ge, der bewaffnete Widerstand … Die Figuren des Deutschen Herbstes 1977 sind längst mehr als Historie: Ein Mythos umgibt sie. Sind sie bis heute ein Streitfall?
Textautor Markus Winter, bekannt als Rapper Maeckes, und die Komponisten-Brüder Vivan und Ketan Bhatti gehen der Frage nach Möglichkeiten und Grenzen politischer Haltung nach. In Der rote Wal, 2024 in Stuttgart uraufgeführt, entsteht vor dem Hintergrund der RAF-Geschichte eine Collage aus Vergangenheit, Märchen, Gesellschaftstheorie und Zeitgeschehen. Auch in der Musik verschmelzen Hip-Hop, Jazz, Musical, Filmmusik und zeitgenössisches Musiktheater. Elektronik, Rap- und Sprechgesang sowie Musical- und Opernstimmen formen ein vielstimmiges Musiktheater- Erlebnis der Gegenwart.
Und? Wofür kämpfst du?
Infos
Niederwall 27
33602 Bielefeld