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Madonnen
weibliche Lebensrealitäten
Anna erinnert sich, Isolde nimmt Abschied, Clara wartet auf das Glück und Mechthild liegt wach, während ihr Mann neben ihr schläft. Jede steht an einem anderen Punkt ihres Lebens. Während Anna am Todestag ihrer Schwester dagegen anarbeitet, deren Geschichte zu vergessen, erkennt Isolde, dass sie ihre verstorbene Mutter Ruth nie als Person gesehen hat. Der Todesfall ermöglicht es Isolde und ihrer Tochter Clara zum ersten Mal, ein ehrliches Gespräch zu führen. Mechthild steckt seit Jahrzehnten in einer erdrückenden Ehe. Alles ist besser als allein zu sein – so dachte sie bis jetzt …
Madonnen gibt den Blick frei auf ein Kaleidoskop weiblicher Lebensrealitäten und formt ein Bild unterschiedlicher Generationen von Frauen, ihrer Biografien und Kämpfe – vom Gestern bis ins Heute, vom Privaten bis ins Gesellschaftliche.
Amanda Lasker-Berlin (dem Bielefelder Publikum bereits bekannt durch Ich, Wunderwerk und How much I love disturbing content) schreibt mit ihrem Stück Madonnen keine Heldinnen-Geschichte. Im Gegenteil. Mit ihren fehlerhaften, sanften, sturköpfigen Figuren schafft sie ein Plädoyer für die Selbstbestimmung der Frau – unabhängig von patriarchalen Stereotypen.
Infos
Alter Markt 1
33602 Bielefeld